Die Eberner Handballer mussten einen herben Dämpfer im Abstiegskampf der Bezirksoberliga Oberfranken in Kauf nehmen, denn sie verloren das wichtige Heimspiel gegen die SG FV 1912 Bamberg/ Hallstadt mit 22:27 (7:13) und haben es nun ganz schwer, doch noch den Abstieg zu vermeiden.

Ebern, erstmals in dieser Saison mit vollem Kader ausgestattet, kam gut in die Partie und ging schnell mit 2:0 nach vorn. Doch wer unter den erneut zahlreichen Zuschauern in der Dreifachturnhalle glaubte, dass dies der Beginn eines starken Eberner Spiels werden würde, sah sich bald getäuscht. Die Gäste konterten mit einem 4:0-Lauf und übernahmen ihrerseits die Führung, die sie bis zur Schlusssirene nicht wieder hergeben sollten. Denn nach dem 4:6 aus Eberner Sicht bauten die Hallstadter ihr Polster frühzeitig und vorentscheidend auf 12:4 aus. Während Hallstadt konsequent seine Wurfchancen nutzte, war das Eberner Offensivspiel von Unkonzentriertheiten und Fehlern geprägt. Zudem hatte Ebern wegen der Manndeckung gegen Justus Feldmann große Probleme mit der ebenfalls offensiv verteidigenden Abwehrreihe der Hallstadter und schenkte viele Bälle durch Abspiel- oder Fangfehler her. Zuweilen fehlte ein druckvolles Zusammenspiel der gesamten Angriffsreihe. So war der große Vorsprung der Gäste nur die logische Folge. Der TVE verkürzte zwar bis zur Halbzeitpause noch leicht auf 7:13, dennoch war insbesondere die Angriffsleistung schlicht unzureichend.


Der Gegner wirkt in den entscheidenden Momenten cleverer

Auch im zweiten Abschnitt erzielte Hallstadt die ersten Treffer und baute die Führung auf 16:7 und 18:10 nochmals aus. Die "Turner" kamen beim 12:18 und 14:20 wieder auf sechs Tore heran, doch waren die Gäste weiterhin das cleverere Team und erzielten auch in engen Momenten unter drohendem Zeitspiel wichtige Treffer, sodass der Vorsprung beim 23:15 und 24:16 wieder auf acht Tore angewachsen war. Weiter war das Eberner Angriffsspiel zu selten entschlossen genug, um den Rückstand ernsthaft zu verkürzen.

Erst gut zehn Minuten vor Schluss keimte beim 21:25 nochmals Hoffnung im Eberner Team auf. Die offensive Deckungsvariante gegen Günther und Diller trug Früchte. Doch als das Team versuchte, mit kompletter Manndeckung den Bock endgültig umzustoßen, erwiesen sich die Bamberger Vorstädter erneut als die erfahrenere Mannschaft und erzielten die wichtigen Treffer für ihren Auswärtserfolg.

Größtes Problem im Eberner Spiel war dabei die schwache Offensivleistung, während die Abwehr weitestgehend solide stand. Der Abstieg aus der Bezirksoberliga wird nun äußerst schwer zu verhindern sein, denn es warten harte Brocken in den kommenden Spielen. Doch genau diese schweren Aufgaben waren es, in denen die Eberner stets ihre beste Leistung boten.
TV Ebern: Ospel, Weis - Weiß (8), Haberl (4), Görtler (3), J. Geuß (2/2), Hippeli (2), Feldmann (2), Müller (1/1), Hohmann, Kammer, Aumüller