Während alle weiteren Teams des TV Ebern bereits in der Sommerpause sind, stehen für die Erste Herrenmannschaft an den kommenden Wochenenden die beiden abschließenden Spiele in der Bezirksoberliga Oberfranken an. Am Samstag treffen sie um 18.30 Uhr im letzten Heimspiel der Saison auf HaSpo Bayreuth II.

Für die Eberner Handballherren stellen die Partien die letzten Strohhalme dar, um den Abstieg doch noch zu verhindern. Doch sind beide Aufgaben alles andere als leicht, sodass allein ein Punkt schon eine riesige Überraschung wäre. Der Mitaufsteiger aus Bayreuth kommt nicht nur aufgrund seines vierten Tabellenplatzes als klarer Favorit nach Ebern. Bereits das Hinspiel gewann er mit 39:25 klar. Mit dem Gast stellt sich eine talentierte und technisch wie taktisch gut ausgebildete junge Mannschaft vor. Der Kader ist sehr breit aufgestellt, aufgrund der vorhandenen Qualität und Quantität gelingt es den Bayreuthern, das Tempo über die gesamte Spielzeit hochzuhalten.


Der Gast zieht ein schnelles Kombinationsspiel auf

Der Blick der Eberner Abwehr gilt vor allem den groß gewachsenen Rückraumschützen König und Bitsch. Zudem verstehen die Bayreuther es, den Ball schnell zu bewegen, um so den freien Nebenmann zu finden. Dies ist eines der größten Mankos der Eberner und wurde auch vor gut zwei Wochen beim Gastspiel in Bamberg deutlich, als der TVE zwar gut begann, aber nach einer Abwehrumstellung des Gegners das Zusammenspiel nahezu völlig vermissen ließ. Allzu viele Ballverluste darf sich der TV Ebern nicht erlauben, denn diese werden durch Bayreuth sicherlich rigoros über Konterspiel bestraft.

Gegen die vermutlich wieder offensiv deckende HaSpo-Abwehrreihe will der TVE hochkonzentriert agieren und mit viel Bewegung Lücken in der Abwehr suchen. Auch das eigene Tempospiel soll wieder mehr genutzt werden, schließlich stellte dies in der Vergangenheit doch eine der größten Stärke der Eberner dar.

Auch wenn Hippeli weiterhin fehlt, trifft es sich gut, dass mit Kammer und Haberl zwei Spieler in den Kader zurückkehren und sich somit mehr Wechselmöglichkeiten bieten. Zudem wird der im Hinspiel fehlende Görtler gewiss seinen Part in der Eberner Abwehr übernehmen. Für die Gastgeber geht es auch darum, sich mit einer anständigen und kämpferischen Leistung von seinem treuen Publikum zu verabschieden. Kaum eine Halle eines Bezirksoberlisten war über den gesamten Saisonverlauf derart gut besetzt wie die Eberner Dreifachturnhalle, und so haben es alle Zuschauer verdient, dass sich die Akteure nochmals hochmotiviert und mit einer Top-Leistung präsentieren.