Nach dem 3:1-Sieg in Freiburg ziehen die Heitec Volleys Eltmann durch die Freiburger Innenstadt. Die Hotelkosten hätte sich die Mannschaft sparen können.
Jetzt ist es amtlich: Die Heitec Volleys Eltmann sind Meister der zweiten Volleyballliga Süd - und werden wahrscheinlich in die erste Bundesliga aufsteigen. Der 3:1-Sieg bei der FT Freiburg bedeutete den zweiten Titel innerhalb von drei Jahren. Vor über 1000 Zuschauern nahm Eltmanns Kapitän Basti Richter den Meisterpokal von Frido Gutknecht, dem Marketing-Manager der Volleyball-Bundesliga, in Empfang. Zurück in der Heimat trug sich die Mannschaft ins Goldene Buch der Stadt ein.
FT Freiburg - Heitec Volleys Eltmann 1:3
25:17, 14:25, 21:25, 20:25 In eigens angefertigten Meister-T-Shirts feierten die Eltmanner den Titel im Hexenkessel Burdahalle frenetisch mit hoch emotionalen Jubelstürmen sowie den obligatorischen Sekt- und Bierduschen. Anschließend folgte ein Partymarathon durch die Clubs und Diskotheken der Freiburger Innenstadt bis in die frühen Morgenstunden. David Strobel, als ehemaliger Freiburger Spieler bestens vertraut mit den Locations, gestand: "Eigentlich hätten wir kein Hotel buchen müssen. Ein Bett hat in dieser Nacht niemand gebraucht."
Mittendrin im Trubel war Cheftrainer Marco Donat. Total aufgelöst und mit jeder Menge Adrenalin in den Adern, gestand er nach der stressigen Punkterunde: "Ich bin überglücklich. Vor der Saison haben wir uns weit aus dem Fenster gelehnt, als wir klar gesagt haben, dass wir Meister werden und ins Volleyball-Oberhaus aufsteigen wollen. Dieses gewagte Statement haben wir nervenstark bestätigt. Ich bin deshalb megastolz auf alle Spieler, die komplett an einem Strang gezogen haben und an das Umfeld, das uns fantastisch unterstützte. Wie in einem Hollywood-Blockbuster haben wir eine perfekte Performance gezeigt, schwach angefangen und ultrastark aufgehört."
Selbstkritisch gibt Donat, für den die Meisterschaft ein bedeutender Höhepunkt seiner jungen Trainerkarriere ist, zu: "Wir waren nicht die Übermannschaft. Wir mussten uns jeden Sieg hart erarbeiten. Jeder wollte gegen uns gewinnen. Aber wir behielten immer die Ruhe, haben uns in allen Bereichen gesteigert und je länger die Saison dauerte, desto besser wurde die Mentalität meiner Spieler."
In einem ersten Fazit unterstrich er: "Besonders in Erinnerung bleiben mir unser erstliga-reifer Auftritt beim 3:0-Erfolg in Schwaig und wie wir in eigener Halle ein schon verlorenen geglaubtes Spiel gegen Unterhaching nach einem 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg verwandelten. Auch der 3:2-Sieg zu Hause gegen unseren schärfsten Verfolger TSV Grafing war allererste Sahne."
Doch das ist im Grunde schon wieder Schnee von gestern. Denn bereits am Montag beginnt für den Erfolgscoach Marco Donat die knüppelharte Vorbereitung auf die erste Liga. Noch in dieser Woche kommen verschiedene Kandidaten zum Probetraining. Parallel dazu laufen die Verhandlungen mit Neuverpflichtungen.