Zwischenbilanz in der Bezirksliga Ost mit der DJK Dampfach, den Spfrd Steinbach und dem FC Sand II
Autor: Sven Dörr
Dampfach, Dienstag, 10. Dezember 2019
Mit der DJK Dampfach, den Sportfreunde Steinbach und dem FC Sand II spielen diese Saison wieder drei Mannschaften aus den Haßbergen in der Bezirksliga. Diese Konstellation läuft jedoch Gefahr, ein Intermezzo zu bleiben.
Kreis Haßberge Die DJK Dampfach ist bisher in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben. Von ihrem Rang im unteren Tabellenmittelfeld können die anderen Ligakonkurrenten aus dem Landkreis dennoch nur träumen. Die Sportfreunde Steinbach und die Reserve des FC Sand stecken tief im Keller. Für die nächsten Wochen ruht der Ball auf den Sportplätzen – ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz.
DJK Dampfach
Mit dem neuen Trainer Oliver Kröner – ehemals in der Landesliga beim SV Euerbach/Kützberg an der Seitenlinie – läuft es besser. Kröner habe eine klare Philosophie, bringe viel Erfahrung mit und setze auf Disziplin und Einzelgespräche, charakterisiert Greb seinen Coach und sieht eine Steigerung seiner Mannschaft. Einzig die vielen Punkteteilungen bleiben in Dampfach ein Problem: Sechs Unentschieden sind nach Spitzenreiter Wiesentheid Ligahöchstwert. "Wir müssen einfach gieriger werden", weiß Greb. Gierig war seine Truppe beim 4:1-Heimsieg gegen den TSV Forst. Das Duell mit dem Tabellendritten hatte für den 30-Jährigen größeren Derbycharakter als die Spiele gegen die beiden Nachbarn aus den Haßbergen. Diesen wünscht Greb, dass sie in der Liga bleiben. "Die Sander Zweite hat Potenzial, in der Hinrunde fehlte ihr oft das Quäntchen Glück," bewertet er den 15. Platz der Korbmacherreserve. "Das Glück, das ihr oft gefehlt hat, hatte sie leider in beiden Spielen gegen uns", fügt er schmunzelnd hinzu. Seine Mannschaft verlor beide Duelle mit 1:2 und 0:2.
Besser lief es für Dampfach gegen die Sportfreunde: Das Heimspiel entschied die Elf von Kröner mit 2:1. Ein etwas glücklicher, aber verdienter Sieg aus Sicht Grebs. Steinbach habe starke Spieler und vor der Arbeit Stefan Seuferts ziehe er den Hut. Die ausstehenden Spiele seiner DJK bewertet der Spielführer weitaus kühler: "Wir wollen keine Luftschlösser bauen. Wir orientieren uns nach unten und wollen die Saison sauber zu Ende spielen."
Spfrd Steinbach In Steinbach sieht die Tabellensituation wesentlich trister aus. Zwar trennen die Steinbacher nur zwei Plätze von ihrem Konkurrenten aus Dampfach – mit zwölf Zählern auf dem Konto ist der Abstiegskampf bei den Sportfreunden jedoch bittere Realität. Aus den vergangenen fünf Partien holte die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Seufert nur einen Punkt und kam teilweise unter die Räder. "Auch wenn es paradox klingt, bin ich nicht ganz unzufrieden", urteilt Seufert. Seine Mannschaft habe auch schon gezeigt, dass sie mithalten könne. Als Beispiel nennt er die drei Saisonsiege und die Aufholjagd gegen Bad Kissingen, die beim Endstand von 3:4 beinahe von Erfolg gekrönt war. Unterm Strich stehe sein Team aber zurecht im Tabellenkeller: "Nach 16 Spielen lügt die Tabelle nicht und wir bekommen zu viele Gegentreffer." Für die 62 Gegentore – Ligahöchstwert – sucht der Spielertrainer die Schuld aber nicht allein bei seinen Abwehrspielern. Es sei auch der generellen Spielweise geschuldet, dass der Aufsteiger so viele Tore hinnehmen musste.
Für die Vorbereitung sieht der Ex-Schnüdel einige Ansatzpunkte, möchte aber nicht ins Detail gehen: "Wir werden Vieles probieren. Leider sind die Bedingungen im Winter nicht optimal." Im Frühling will er weitere Punkte sammeln, um am letzten Spieltag eine gute Ausgangslage für ein mögliches "Endspiel" gegen die SV-DJK Unterspiesheim zu haben. Die ist fünf Punkte entfernt und oberer Tabellennachbar der Sportfreunde. Den Spielen gegen die beiden Konkurrenten aus den Haßbergen rechnet er hingegen weniger Brisanz zu: "Das Spiel gegen Dampfach ist für uns kein Derby. Nach Sand habe ich zwar eine persönliche Bindung, aber für meine Mannschaft sind die Jungs ein Gegner wie jeder andere", sagt Seufert und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Man kennt sich."