Spatenstich für Millionenprojekt in Hofheim

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Für den Gründer der Firma ESN, Dr. Georg Nicklas (links), war der Spatenstich für den Neubau der Schlusspunkt unter seiner aktiven Karriere ...
Die Firma ESN Deutsche Tischtennis Technologie GmbH in Hofheim baut im Industrie- und Gewerbegebiet "Am Spielberg" einen neuen Betrieb ...
 
23 000 Quadratmeter Platz hat die Firma ESN in Hofheim - das dürfte reichen.
 
Die Firma ESN Deutsche Tischtennis Technologie GmbH in Hofheim fertigt Tischtennisbeläge, die aus einem Schwamm und einem Noppengummi bestehen ...
 
So sehen die fertigen Tischtennisbeläge aus, die die Firma ESN in Hofheim entwickelt und produziert. Wie der Produktionsleiter Dr ...
 
Während sich die Männer mit den Spaten zufrieden gaben, setzte sich Ruth Nicklas, die Ehefrau des Firmengründers, beim offiziellen Spatenstich in den Bagger.
 

Glücklich ist Bürgermeister Wolfgang Borst über diesen Spatenstich: Die Firma ESN bleibt da, auch, weil Hofheim beim neuen Gewerbegebiet gehandelt und Geld in die Hand genommen hat. Der Millioneninvestition der Firma in der Heimat steht eine Millioneninvestition der Stadt gegenüber.

Genau 20 Jahre nach ihrer Gründung geht es der Firma ESN Deutsche Tischtennis Technologie GmbH in Hofheim nicht schlecht. Um genau zu sein, sogar recht gut. Jetzt geht sie daran, ein neues Fabrikgebäude im Gewerbe- und Industriegebiet "Am Spielberg" in Hofheim zu bauen. Die Investitionen liegen nach Auskunft des Geschäftsführers Dieter Landgraf "knapp unter einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag".
1991: Da machte sich der ehemalige Tischtennis-Bundesligaspieler und Chemie-Ingenieur Georg Nicklas mit dem Freizeit-Tischtennis-Crack und Gummi-Entwickler Holger Schneider daran, die Firma zu gründen. Sie wollten Tischtennisschlägerbeläge produzieren. Heute stellen sie diese Produkte für Spieler in der ganzen Welt her. "Als wir damals einen Standort suchten, haben wir beim Technologie- und Gründerzentrum Würzburg sowie bei der Regierung von Unterfranken Menschen gefunden, die an unseren Businessplan ernsthaft glaubten und den festen Willen besaßen, uns tatkräftig zu unterstützen", berichtete Georg Nicklas.

Auch schwere Zeiten gepackt


Geburtshelfer waren Staatssekretär a.D. Albert Meyer (CSU), Landrat Rudolf Handwerker (CSU), die Sparkasse Ostunter franken, die Gemeinde Maroldsweisach und die Stadt Hofheim. Weil die kommunalen Vertreter immer ein offenes Ohr gehabt haben, so Nicklas, habe man auch schwere Zeiten überstehen können. Dass Nicklas nun beim Spatenstich für das neue Gebäude steht, wertete er als Bekenntnis zum Standort Hofheim und zur Entwicklung und Fertigung in Deutschland: "Es ist ein Versprechen, hier zu bleiben." Für ihn hat das Projekt eine emotionale Komponente: Es ist sichtbarer Schlusspunkt seiner aktiven Karriere. Die Zügel übernimmt Geschäftsführer Dieter Landgraf.

Jetzt sind Grenzen erreicht


Der spricht von einem "rasanten Wachstum" und davon, dass einfach "Kapazitätsgrenzen im jetzigen Gebäude erreicht sind". "Wir können keine Maschinen mehr aufstellen und mussten sogar unseren Tischtennisraum, in dem Spieler der zweiten Bundesliga täglich unsere Beläge testen, opfern."
Im Haßgau-Ort Hofheim stehen als Kunden die bekanntesten Tischtennismarken der Welt vor der Türe, es gebe nur einen Wettbewerber, mit dem man sich auf höchstem Niveau messe. Weltmarktführer will man laut Landgraf bleiben, will weiter die Produktivität verbessern und Neuerungen austüfteln. Fertig sein soll der Bau Ende März 2012, im Juni 2012 soll der Umzug abgeschlossen sein.
Als "kleiner, aber äußerst feiner Gobal Player", würdigte Wilhelm Schneider, Bürgermeister von Maroldsweisach (CSU), als Vertreter des Landrats die Firma.
Und Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) merkte an: "Wir sind äußerst froh, dass Sie sich entschieden haben, hier zu bleiben, und wir haben uns den Herausforderungen gestellt." Die Stadt investierte zwei Millionen Euro in die Erschließung des Industriegebiets.