Hellingen bei Königsberg feiert jedes Jahr als eine der ersten Gemeinden im Landkreis am St.-Georgstag Kirchweih. Um dieses Fest etwas lebendiger zu gestalten, hat sich der FC Hellingen vor zwei Jahren etwas Besonderes einfallen lassen, indem er am Kirchweihsamstag alle zu einem St.-Georgslauf einlädt.
Leider spielte 2016 beim ersten Versuch das Wetter überhaupt nicht mit: Bei Kälte und starkem Regen machten sich nur wenige Unentwegte auf die unterschiedlich langen Strecken.
Doch der Hellinger FC ließ sich dadurch nicht entmutigen und rief auch in diesem Jahr zu einem Start für den dritten Hellinger Georgslauf auf. Und diesmal zeigte sich das Wetter von der besseren Seite. So waren am Samstag rund 60 Sportler, Läufer und Geher nach Hellingen zum Sportheim gekommen, um die für sie passende Strecke unter ihre Füße zu nehmen.


In voller Feuerwehrmontur

Unter die Teilnehmer hatten sich auch Patrick Born und Fabian Blümmert - beide in voller Feuerwehrmontur - sowie Clemens Edelmann und Dominik Büttner vom "Firefighter-Team" Königsberg gemischt, um auf ihre Spendenläufe aufmerksam zu machen. Vier, sieben und zehn Kilometer waren ausgesteckt worden, wobei bei den kurzen Strecken ein schmaler Bach überquert werden musste, über den Daniel Wagner extra für diesen Lauf eine kleine Brücke gebaut hatte.
Vor dem Start wurden die Teilnehmer zunächst von Ruth Buld begrüßt und von Birgit Keim, beide Mitglieder der Hellinger Gymnastikgruppe, über den Ablauf und die Strecken informiert. Den kirchlichen Hintergrund und den Segen erfuhren die Teilnehmer von Pfarrerin Claudia Winterstein, die es sich dann nicht nehmen ließ, selbst eine Strecke zu laufen.


Es gab keine Verlierer

Los ging es nach einer kurzen gemeinsamen Aufwärmphase in verschiedenen Gruppen, aufgeteilt nach dem sportlichen Ehrgeiz, wobei es bei diesem Lauf keine Sieger und keine Verlierer gab. Es wurden keine Medaillen verteilt. Wer eine Urkunde haben wollte, der wurde am Ende mit einer solchen ausgezeichnet. Es ging in erster Linie darum, wieder einmal seine eigene körperliche Tüchtigkeit zu erkunden oder den "inneren Schweinehund" zu überwinden, wie sich Pfarrerin Claudia Winterstein ausdrückte, solch eine Strecke zu laufen.
Die eigentlichen "Preise" nach dem Lauf waren ein guter Kaffee und ein köstliches Stück Kuchen oder Torte, das man im Hellinger Sportheim genießen konnte. "Auslaufen" konnte man sich dann zusätzlich noch am Spätnachmittag bei einem Tänzchen zu den Klängen des Alleinunterhalters Udo Arnold aus Junkersdorf.