Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 2,691 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 977 000 Euro. Negativ zu Buche schlägt, dass die Ausgaben im Verwaltungshaushalt um 11,5 Prozent, die Einnahmen aber nur um gut ein Prozent steigen. Die Schlüsselzuweisungen fallen von über 612 000 Euro im Jahr 2013 auf 559 000 Euro in diesem Jahr.

Der Kreis bekommt Geld

Demgegenüber steigt die Kreisumlage, Geld, das die Gemeinde Theres an den Landkreis Haßberge zahlt, von 507 777 Euro auf rund 650 600 Euro an. Damit beträgt die Kreisumlage genau 25 Prozent der Ausgaben des gesamten Verwaltungshaushaltes. Die Einkommensteuerbeteiligung einschließlich der Ersatzleistungen erhöht sich allerdings gegenüber dem Vorjahr um 56 800 Euro auf 864 400 Euro. Die Einnahmen aus Gewerbesteuer wurden in diesem Jahr mit 150 000 Euro wieder sehr vorsichtig angenommen. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt dürfte (89 000 Euro) nicht hoch aus und erreicht die Mindestzuführung, also die Höhe der Tilgung von 106 100 Euro, nicht.

Nachfrage nach Baugebiet

Wie der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Theres, Markus Hahn, feststellte, sei die Nachfrage nach Bauplätzen im Baugebiet "Bodenfeld" in Wonfurt weiter groß. Daher habe sich die Gemeinde zu Recht dazu entschlossen, das gesamte Gebiet zu erschließen. Allerdings müsse sie auch Förderprogramme für den Erwerb von Leerständen auflegen, um einen Anreiz zu schaffen, Anwesen zu erwerben und mit Leben zu erfüllen. Da heuer keine Kreditaufnahme vorgesehen sei, könnten die Verschuldung der Gemeinde zurückgefahren und Freiräume für zukünftige große Investitionen geschaffen werden.

Die Schulden, die Ende 2013 rund 1,269 Millionen betrugen, werden zum Ende des Jahres voraussichtlich auf rund 1,163 Millionen Euro fallen. Gleichzeitig wird sich die Pro-Kopf-Verschuldung von 664 Euro auf 609 Euro reduzieren.

Die größten Einnahmequellen der Gemeinde im Verwaltungshaushalt sind die Einkommenssteuerbeteiligung einschließlich der Ersatzleistungen (864 400 Euro), die Schlüsselzuweisungen (559 000), die Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte (389 150) und die Gewerbesteuer (150 000 Euro). Die größten Ausgaben sind die Verwaltungskosten (933 450 Euro), die Kreisumlage (650 650 Euro), die Personalausgaben (240 450 Euro) und die Schulumlage (176 000).

Die großen Investitionen

Die fünf größten Investitionen fließen in die Erschließung des Baugebiets Bodenfeld in Wonfurt (194 500 Euro), in Photovoltaikanlagen am Bauhof und der Kläranlage (65 000 Euro), in die Beteiligung am Bürgerwindpark Sailershausen (50 000 Euro), in die Sanierung der Schenkelgasse in Steinsfeld mit Erneuerung der Wasserschieber (52 000 Euro), und in die Erneuerung der Wasserschieber in der Hauptstraße in Wonfurt (50 000 Euro).
Finanziert wird der Vermögenshaushalt im Wesentlichen durch den Verkauf von Bauplätzen (286 500 Euro), die Rücklagenentnahme (200 000 Euro), Beiträge für die Kanalsanierung in Dampfach (120 000 Euro), Investitionszuweisungen (120 000 Euro) und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (89 000 Euro).

Neben der Haushaltssatzung verabschiedete der Gemeinderat die Finanzplanung für 2013 bis 2017. Zuvor hatte er die ungedeckten Haushaltsüberschreitungen 2012 in Höhe von 55 183 Euro anerkannt, das Jahresergebnis 2012 mit einem Verwaltungshaushalt in Höhe von rund 2,502 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt in Höhe von rund 1,380 Millionen Euro festgestellt sowie Entlastung für 2012 erteilt.

Zum ersten Mal in der neuen Legislaturperiode tagte der beschließende Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde vor der Gemeinderatssitzung. Wie Bürgermeister Holger Baunacher mitteilte, habe sich der Ausschuss insbesondere mit der innerörtlichen Verkehrsberuhigung befasst.

So diskutierten die Ratsmitglieder lange darüber, in den Siedlungsgebieten aller drei Gemeindeteile Wonfurt, Steinsfeld und Dampfach die Regelung "rechts vor links" und Tempo 30 einzuführen. Auch eine Verengung der Grillengasse am Ortsausgang Richtung Hainert wurde in Betracht gezogen. Bei einer Verkehrsschau sollen die Möglichkeiten geprüft werden, diese Vorhaben umzusetzen. Franz-Josef Selig erklärte dazu, dass Tempo 30 ihm schon lange ein Anliegen gewesen sei. Er schlug vor, dort, wo künftig rechts vor links gilt, Haltelinien auf den Straßen aufzuzeichnen. Weiter sollte man ganz auf die Mittellinien in den Straßen verzichten. Denn Experten hätten herausgefunden, dass dies verkehrsberuhigend wirke.

Dem widersprach Wolfgang Thein, der den Verzicht der Linien als gefährlich bezeichnete. Ob überhaupt auf der Staatsstraße in Wonfurt, die zurzeit saniert wird, auf die Mittellinien verzichtet werden kann, muss das Bauamt Schweinfurt klären.

Baunacher erinnerte daran, dass die Gemeinde mit Hilfe von Sponsoren eine mobile Geschwindigkeitsanzeige bestellt habe, die die gemessenen Geschwindigkeiten aufzeichnen könne. Weiterhin werde das Staatliche Bauamt Geschwindigkeitsmessungen durchführen, die nicht als solche zu erkennen sein werden.

Geld für die Straßenbeleuchtung

Der Ausschuss befürwortete weiter, im Pfarrer-Bayer-Weg in Steinsfeld eine Straßenbeleuchtung zu installieren. Die Kosten werden sich zwischen 8000 und 10 000 Euro bewegen; Angebote werden eingeholt.
Hinter dem Rathaus in Wonfurt sollen "ordentliche" Parkflächen ausgewiesen werden. Zum einen können neun Parkplätze direkt hinter dem Rathaus und zum anderen drei Parkplätze zwischen dem Feuerwehrgerätehaus und der Kirche angelegt werden. Geplant ist, dazu Rasenfugenpflaster und Markierungssteine für die Parkplätze zu verlegen.