Maroldsweisach feiert die "alten Rittersleut"
Autor: Christian Licha
Maroldsweisach, Sonntag, 17. Februar 2019
Der Gesangverein Concordia lud zum Lachen und Staunen ein. Der Burgenwinkel, der fehlende Dorfladen und ein zu unrecht gefeiertes Dorfjubiläum sorgten für allerlei Spott.
Einen im wahrsten Sinne des Wortes "Bunten Abend" präsentierten die Narren des Gesangvereins Concordia Maroldsweisach. Im ausverkauften Hartleb-Saal wurde dem Publikum ein kurzweiliges Programm präsentiert, das so manchem Zuschauer vor lauter Lachen die Tränen in die Augen trieb. Der große Erfolg belohnte die Hauptorganisatorinnen Heidi Müller-Gärtner, Barbara Denninger und Gertrud Hepp sowie das große Helferteam für die zeitintensiven Vorbereitungen.
"Aus Wasmuthhausen stammt er heraus und geht in der Schule mit mir ein und aus", kündigte Nachwuchs-Prinzessin Elisa I. (Vollert) ihren jungen Prinzen Liam I. (Vogel) an. Das "große" Prinzenpaar Sandra III. und Tobias II. (Vollert) nahm im Prolog unter anderem das vermutlich zum falschen Zeitpunkt gefeierte Gemeindejubiläum auf die Schippe: "Ob Maro 900 Jahre wirklich alt ist, weiß keiner genau, eins ist aber sicher, 150 Jahre ist die Concordia weiß-blau".
Zwei Tanzmariechen
Mit Lara Schmidt und Anna-Lena Vollert waren gleich zwei Tanzmariechen auf der Bühne, die einen großen Applaus für ihre Darbietungen ernteten. Mit Garde- und Showtänzen zeigten die Kindergarde, Jugendgarde und Prinzengarde sowie die "Blue-Cordia" ihr Können.
Ein besonderer Hingucker war auch das Männerballett. Unter dem Motto "Tanz der Länder" riefen die Herren zur Gastfreundschaft auf und strapazierten die Lachmuskeln der Zuschauer. Mit unterschiedlichen Verkleidungen präsentierten sie viele Staaten, wie zum Beispiel Schweiz, Russland, Spanien und Japan. Auch Bürgermeister Wolfram Thein machte mit und trat als Cowboy und brasilianisches Nummerngirl auf. Ebenfalls einen gelungenen Auftritt bot die Gastgarde aus Ermershausen.
Wilma Böhm, ein Urgestein der Concordia-Gardemädels, sorgte in der Bütt für Begeisterungsstürme. So erzählte sie von einer lustigen Fortbildungsveranstaltung für Faschingspräsidenten und erklärte, warum ein Bauer seinen Zuchtbullen vor den Wagen gespannt hat: "Damit er versteht, dass das Leben nicht nur aus Sex besteht."
Die Postbotin Carola Haßfurter erzählte aus dem Berufsalltag. Hierbei kamen auch interessante Details zutage: "Bei alten Männern sind zum Teil, die Glocken länger als das Seil. Aber ich sag nichts, tut mir leid, wir Postler stehen unter Eid".
Der Landrat als Schneiderlein
Doris Pressel schlug sich als Bäckereiverkäuferin mit besonderen Kundenwünschen herum, während Christian Flohrschütz als Zauberer auftrat. Aufgeregt berichtete Werner Fell von der Feier zu seinem 70. Geburtstag und den Vorbereitungen, die nicht ganz glatt liefen.