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Laien spielen wie die Profis


Autor: Gerold Snater

Uchenhofen, Dienstag, 03. März 2015

Mit dem Schwank "Zwee harta Nüss" trifft die "Junghöfer Dorfbühne" des TSV Uchenhofen beim Publikum ins Schwarze. Das Stück überzeugt mit Situationskomik.
Mit allen Mitteln macht sich der junge Poet (Manuel Gräf) an die Magd Vroni (Sonja Helas) ran.  Fotos: Gerold Snater


Es ist schon interessant, was auf einem Bauernhof so alles passieren kann! Besonders dann, wenn dort der Kindersegen ausbleibt und die Bäuerin davon überzeugt ist, dass sie die Schuld trägt. Sie hat nämlich den Bauern einem anderen Mädla weggeschnappt, das sich Hoffnungen auf eine Heirat machte.

Auch das Zusammenbringen der Magd Vroni mit dem Knecht Schorsch, die den Hof übernehmen sollen, will nicht klappen, da beide nicht mit Schönheit gesegnet sind und gegenseitig ihre Reize nicht erkennen. Alles wird anders, als ein junger Poet auf dem Bauernhof erscheint und sich an Vroni heranmacht. Erst dann erkennt Schorsch, dass Vroni viel zu schade für irgendwelche Experimente ist.

Das ist der Hintergrund des Lustspiels "Zwee harta Nüss" von Ulla Kling, das am Samstagabend bei der "Junghöfer Dorfbühne" des TSV Uchenhofen im Sportheim des TSV Uchenhofen Premiere hatte. Die Lachmuskeln der Zuschauer im voll besetzten Saal kamen während der nahezu drei Stunden nie zur Ruhe. Ein Gag jagte den anderen, lustige Situationen gab es am laufenden Band.

Fast wie die Profis

Die Laiendarsteller boten auch bezüglich Gestik und Mimik fast schon profihaftes Theater, wobei man allen Akteuren stets anmerkte, dass sie mit Leib und Seele Theater spielen und ihnen die Darstellung ihrer Rolle viel Freude bereitet. Voll aus sich herausgehend, erhielten die Mimen Beifall auf offener Szene.

Rollen ideal besetzt

Die Rollen wurden an diesem Abend von allen Akteuren hervorragend auf die Bühne gebracht. So der Bauer Severin Lechner - eine Paraderolle für Dominik Engbert -, der der Verzweiflung nahe ist, dass es mit seiner Frau Rosi, hervorragend gespielt von Elke Ruder, im Eheleben nicht mehr so recht klappt. Gabi Zertisch als "Kräuterwalli" spielt hervorragend die hinterhältige Intrigantin, deren Ziel es ist, die zwei unbedingt auseinander zu bringen.

Kein Auge bleibt im Saal vor Lachen trocken, wenn sich der Knecht Schorsch (Christian Thein) und die Magd Vroni (Sonja Helas) in die Wolle geraten. Beide identifizieren sich total mit ihren Rollen.
Das tut auch der junge Poet Siegfried Schreiberling (Manuel Gräf), dem diese Rolle gleichsam auf den Leib geschrieben ist. Norbert Weiglein und Brigitte Lutz sind schon langjährige Akteure in der Junghöfer Theatertruppe. Beide als die Eltern des jungen Poeten, Isidor und Brunhilde Schreiberling, erleben zu dürfen, ist allein schon einen Großteil des Eintrittsgelds wert.

Weitere Aufführungen

Nicht allzu groß ist die Rolle von Wachtmeister Wohlgemuth, doch auch sie ist mit Berthold Wolfschmidt beziehungsweise Manfred Thein sehr gut besetzt. Heike Schätzlein fungierte als Souffleuse.
Wie die ganze Sache ausgeht, das soll an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten werden, denn es stehen ja noch einige Vorstellungen aus. Freunde des volkstümlichen Theaters haben noch an acht Tagen Gelegenheit, die herzerfrischende Aufführung der "Junghöfer Dorfbühne" im Sportheim in Uchenhofen zu besuchen.

Termine Weitere Aufführungen in Uchenhofen sind am Freitag und Samstag, 6. und 7. März, jeweils um 19.30 Uhr, am Sonntag, 8. März, um 14 Uhr, am Freitag und Samstag, 13. und 14. März, jeweils um 19.30 Uhr, am Sonntag, 15. März, um 19 Uhr sowie am Freitag und Samstag, 20. und 21. März, jeweils um 19.30 Uhr.

Tickets Platzreservierung und den Kartenvorverkauf übernimmt die Teppichscheune Helas, Rufnummer 09526/500.