"König von Franken" überzeugt in jeder Rolle
Autor: Christiane Reuther
Knetzgau, Montag, 15. Januar 2018
Mäc Härder fasziniert in Knetzgau mit einer Mischung aus Kabarett, Artistik und Comedy, gefüllt mit fränkischer Bauernschläue und weltläufiger Gerissenheit.
"Was der Arzt ist für die Kranken, das ist Mäc Härder für die Franken." Mit seinem neuesten Bühnenprogramm "Viva la Heimat" begeisterte der fränkische Kabarettist am Wochenende auf Einladung der Gemeinde Knetzgau und der Vhs vor vollem Haus im Rats- und Kultursaal in Knetzgau. Am Ende bedankten sich die Besucher mit lang anhaltendem Applaus für einen unterhaltsamen Abend.
Der Kabarettist ließ in rasendem Tempo Pointe auf Pointe folgen, bei denen kein Auge trocken blieb. Ein echter Franke muss laut Mäc Härder den Begriff "Heimat" mit Leben füllen. Er selbst passe bestens für diese Aufgabe: Er stammt aus Unterfranken, lebt in Oberfranken und hat Freunde in Mittelfranken. Letzteres sei seiner Aussage nach schwer, aber dennoch möglich. Da passe es doch, dass das bayerische Heimatministerium in Nürnberg ist. Davon könne man "bierduselig" und "weinselig" werden, was aber in Wirklichkeit eine "Schnapsidee" sei.
In seinem neuesten Bühnenprogramm "Viva la Heimat" führte der Kabarettist vor Augen, wie Franken wirklich ist, wie Bayern gerne wäre und wie Deutschland nie sein wird. Heimat bedeutet für Mäc Härder: "Mal biste high, mal biste matt." Das mache aus Sicht des Franken die Welt noch abstruser. Ob in der Rolle des Winnetou, als "König von Franken", gekleidet im mit Hermelin besetzten Krönungsmantel, als Akrobat, der mit Einkaufstüten, Hüten und Dialekt-Silben jonglierte, oder einfach in seinem grünen Designeranzug mit Mohnblumen - Mäc Härder überzeugte in jeder Rolle und band geschickt das Publikum mit ein, das sich vor Lachen kaum halten konnte, und erntete abschließend stehend dargebrachten Applaus. Ohne Zugabe durfte der Künstler nicht von der Bühne. Diesem Wunsch kam er bei der tollen Stimmung im Saal auch gerne nach.