Im Blick auf die Diskussion um den Erhalt des maroden Zeiler Hallenbades gab es jetzt einen Ortstermin mit Landtagsabgeordnetem Steffen Vogel.
Angesichts der Diskussion um den Erhalt des Zeiler Hallenbads besprachen Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, der Vorsitzende des Schwimmclubs Haßberge, Julian Vogel sowie Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann und Bademeister Harald Gopfert bei einem Ortstermin die Möglichkeiten zu Sanierung oder Neubau. Der Zeiler Stadtrat hat beschlossen, dass Bad Mitte 2019 zu schließen, sollte es keine ausreichende Förderung für eine Generalsanierung geben.
Thomas Stadelmann berichtete, dass die Stadt bei einer Generalsanierung mindestens von 6,7 Millionen Euro Gesamtkosten ausgeht. Nach Abzug einer Förderung aus dem Finanzausgleich rechnet Stadelmann mit einer
Eigenbeteiligung der Stadt zwischen 3,2 und 3,8 Millionen Euro. Nicht zu stemmen.
Andere haben ähnliche Probleme
Vogel berichtete, dass alle Parteien im Landtag für eine
Sonderförderung zum Erhalt kommunaler Schwimmbäder sind. Wie die Förderrichtlinie ausgestaltet sein soll, das sei sehr kompliziert, geht aus Vogels Mitteilung hervor: Laut Vogel sollen ja gerade die Bäder gefördert werden, in denen Schwimmunterricht stattfindet, keine teuren Spaßbäder. Auch müssten finanzschwache Kommunen eine höhere Förderung bekommen.
Die Förderrichtlinien müssen mit den kommunalen Spitzenverbänden (bayerischer Gemeindetag und Städtetag) abgestimmt werden - das dauert.
Deshalb habe die Staatsregierung mit den Kommunen die Arbeitsgruppe "Schwimmbadförderung" eingesetzt. Sie will Ergebnisse noch heuer vorlegen, damit die Förderung für 2019 auch für Zeil fließen kann, erläuterte Vogel. Julian Müller bestätigte, dass er als Vorsitzender des Schwimmclubs Haßberge zahlreiche Rückmeldungen aus Bayern erhielt: Laut Müller sind in ganz Bayern etwa 287 Bäder sanierungsbedürftig.
Da stehen 1,8 Milliarden Euro im Raum
Die Kosten für die sanierungsbedürftigen Bäder in Bayern schätzt Vogel auf etwa 1,8 Milliarden Euro - somit klar, dass gezielt gefördert werden muss. Nach der Begehung des Bades schätzte Vogel auch, dass eine Generalsanierung bei den gravierenden Mängeln möglicherweise teurer sei, als ein Neubau. Noch dazu müsste bei einer Generalsanierung das Bad für Jahre geschlossen bleiben. Eine Generalsanierung berge immer auch das Risiko weiterer Baumängel und größeren Sanierungsbedarfs, als anfangs gedacht.
Julian Müller regte an, mit den umliegenden Kommunen gemeinsam das Bad zu sanieren oder neu zu bauen. Bürgermeister Thomas Stadelmann zeigte sich offen für ein "
Allianzbad", würde sich aber Zeil als Standort wünschen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Zeiler Standort mit der Anbindung an die Schulen ideal ist. Vogel will an dem Runden Tisch zur Zukunft des Hallenbades in Zeil teilnehmen, zu dem der Schwimmvereinsvorsitzende Julian Müller am 18.Mai eingeladen hat.
Schön das der Stein allmählich ins Rollen kommt.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass erst immer dann etwas unternommen wird, wenn wir bereits fünf vor zwölf haben. Die Sanierung oder auch ein Neubau werden eine kostspielige Sache. Auch wenn ich ein “Allianzbad“ befürworte ist damit zu rechnen, dass nicht alle Gemeinden mitziehen.
Wir hätten da auch eine Ebelsbacherin im Bundestag sitzen, welche sich auch einmal nützlich machen könnte anstatt ständig Selfies zu posten. In einem Interview mit der Main-Post hat sie sich gestern (03.05.2018) zu diesem Thema geäußert. Für mich kam es dann aber so vor, dass sie viel geredet aber wenig gesagt hat. Politiker eben.
Es bleibt weiter spannend.