Ein Wohnmobilstellplatz in Pfaffendorf soll den Tourismus ankurbeln
Autor: Redaktion
Pfaffendorf, Freitag, 26. August 2016
Junge Union und Junge Christliche Union in Maroldsweisach streben ein ganzheitliches Tourismuskonzept an.
Die Gemeinderäte der CSU- und JCU-Fraktion (Junge Christliche Union) im Marktgemeinderat von Pfarrweisach vermissen für die Kommune ein ganzheitliches Konzept, um den Tourismus weiter voran zu bringen. Doch dies soll sich laut Zweitem Bürgermeister Harald Deringer und JCU-Fraktionschef Stefan Böhm schnellstmöglich ändern, um noch mehr Touristen und Besucher in die reizvolle Gemeinde zu locken.
Attraktive Mischung
Darüber berichtet Böhm jetzt in einer Pressemitteilung und merkt dazu an: "An Bausteinen für ein Tourismuskonzept mangelt es sicher nicht". Mit dem Burgeninformationszentrum, der Ruine und dem Freibad in Altenstein, allen weiteren Schlossanlagen und Ruinen im Gemeindegebiet, dem Steinerlebnispfad um den Zeilberg und den beiden großen Radwegen, die das Coburger Land mit dem Maintal und das Grabfeld mit Bamberg verbinden, um nur Beispiele zu nennen, seien etliche
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touristische Attraktionen mit großem Potenzial in der Gemeinde vorhanden.Laut Harald Deringer ist auch die Gastronomie in Maroldsweisach und seinen Ortsteilen mit zwei Wirtshäusern in Pfaffendorf, einer Brauereigaststätte und einer Pizzeria in Maroldsweisach, einer Pizzeria in Birkenfeld und der Schwimmbadgaststätte in Altenstein zumindest an Wochenenden gut aufgestellt.
Wohnmobilstellplatz fehlt
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es vor allem in Maroldsweisach, Pfaffendorf und Altenstein, wobei noch ein Stellplatz für Touristen fehle, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Deringer und Böhm waren den Angaben zufolge in diesem Anliegen aber bereits aktiv und haben mit Manfred Brehm einen Mitstreiter für diesen Punkt der Tourismusbelebung gefunden, der einen Stellplatz für einige Wohnmobile neben dem Standort seiner Firma "terra fit" in Pfaffendorf errichten möchte. Brehm werde bis zur kommenden Gemeinderatssitzung, die Ende September stattfinden wird, eine entsprechende Bau-voranfrage an den Gemeinderat stellen.
Günstiger Standort
Für die Fraktionsmitglieder der CSU und JCU spricht vieles für den Standort neben der Halle mitten in Pfaffendorf, denn die nächsten Wohnmobilstellplätze sind erst wieder in Ebern, Bad Königshofen oder Seßlach zu finden. Des weiteren liege der Platz in nächster Nähe zum Radweg zwischen Ebern und Maroldsweisach. Auch Tagesausflüge nach Coburg, Bamberg und ins Maintal seien von Pfaffendorf aus gut zu fahren, da das Dorf direkt an der Kreuzung der beiden Bundesstraßen B279 und B303 liegt. Brehm plant den Angaben zufolge für den Platz auch die Errichtung einer Sitzecke, Strom und Wasseranschlüsse und eine Möglichkeit, Schmutzwasser zu entsorgen. Die Zufahrt solle über eine Schranke erfolgen, um die Abwicklung und Abrechnung möglichst zu automatisieren.
Ebenfalls soll der Stellplatz zum Wohle der Camper und Anwohner begrünt und eingefriedet werden. Die Investitionskosten belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf eine hohe vierstellige Summe.
Sollte sich das Projekt so realisieren lassen, stellte Deringer auch eine gewisse Unterstützung durch die Gemeinde in Aussicht, da für Maroldsweisach "ein Mehrwert ohne irgendein Risiko entstehen würde", wie es hieß.
Nicht nur Altenstein
Deringer und Böhm bemängeln, dass verhältnismäßig viel Geld für ein Tourismuskonzept nur für Altenstein und die Neugestaltung der Umkleidekabinen im Freibad ausgegeben werden soll, man aber besser das ganze Gemeindegebiet in Betracht ziehen müsste, um in Sachen Tourismusförderung vorwärts zu
kommen. "Es werden wohl kaum mehr Besucher ins Freibad Altenstein kommen, nur weil die Umkleidekabinen umgebaut werden, am Becken sich aber nichts ändern wird", so Böhm.Harald Deringer wird, wie er ankündigte, die ausgearbeiteten Punkte für ein ganzheitliches Tourismuskonzept seinen Gemeinderatskollegen in einer der kommenden Sitzungen vorstellen und näher erläutern.