Ortseinsichten im Jugendraum und an der Kneippanlage in der "Au" gingen am Donnerstag der Gemeinderatssitzung voraus. Letztere leidet an Wassermangel.

Das im Jahr 1977 in Zusammenarbeit von Gemeinde Ermershausen, Haßbergverein (HBV) Ermershausen und Naturpark Haßberge gebaute Kneippbecken wird seit dieser Zeit durch die daneben fließende Ermetz gespeist. Heute führt der Bach in trockenen Zeiten selbst kaum noch Wasser. 2001 wurde schon einmal eine Sanierung durch den Naturpark Haßberge durchgeführt. Damals wurde das Wehr in der Ermetz entfernt und der Zulauf weiter oben angelegt. Zusätzlich wurde durch EU-Mittel eine Filteranlage eingebaut.

Der HBV als Betreuer der Anlage hat seit dieser Zeit aber keine Ruhe mehr, denn der Wassermangel wurde immer größer. In den Sommermonaten standen die Besucher des Öfteren vor einem leeren Becken.
Die Handpumpe wird von einem Sammelbecken, bestehend aus zwei Betonringen, mit Oberflächenwasser versorgt. Bei der Ortsbesichtigung wurde nun festgelegt, nun nochmals zu untersuchen, wie viel Wasser das Reservoir bringt und ob es mittels Solarenergie in das Becken gepumpt werden könnte.

Bürgermeister Günter Pfeiffer erklärte, das die Gemeinde und der HBV an einem Strang ziehen müssen, um die Anlage künftig zu erhalten. Der Geschäftsführer der VG, Andreas Dellert, teilte mit, dass heutzutage keine Zuschüsse mehr für solche Maßnahmen zu erwarten seien. Die drei Bürgermeister, Günter Pfeiffer, Klaus Welz und Matthias Keßler, wollen sich nun mit den Vertretern des HBV Ermershausen zusammensetzen, um nach einer Lösung zu suchen.

Jugendraum soll saniert werden

Im Jugendraum im Kindergarten sieht es wie auf einer Großbaustelle aus. Im Februar dieses Jahres hatte ein Wasserrohrbruch entsprechende Schäden verursacht. Erst bei der Reparatur wurde nun bemerkt, dass Wasser im Boden eindrang und alles bis auf einer Höhe von einem halben Meter an der Wand durchnässte. Der Bitumenboden musste bis zur Bodenplatte herausgerissen werden. Pfeiffer stellte klar, dass man der evangelischen Landjugend (ELJ), dem Nutzer des Raumes, keine Vorwürfe machen wolle. Auch die Küchenzeile befindet sich in einem schlechten Zustand. Nun sollen ein neuer Zementestrich und Fliesen eingebracht werden. Die ELJ hat bekräftigt, dass sie sich an den Arbeiten und Kosten beteiligen will.

Ja zu Kabelplänen

Vom Netzbetreiber Eon lag ein Schreiben vor, nach dem die Gemeinde beim Ausbau des schnellen Internets, DSL, um Zustimmung gebeten wird. Die Breitbandverkabelung will die Firma von Maroldsweisach aus vornehmen. Die Ortschaft selbst erreicht das Kabel am Stützpunkt der Straßenmeisterei Ermershausen, wo das Glasfaserkabel an verschiedenen Stellen auf Kupfertelefonkabel übergeleitet wird. Da das Kabel außerhalb der Ortschaft durch das Schutzgebiet des Naturparks Haßberge verläuft, ist eine naturschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich. Das schnelle Internet soll noch heuer in Ermershausen zur Verfügung stehen. Von seiten Ermershausens gab es keine Einwände gegen die Pläne.


Der Schnellste hatte 120 km/h auf dem Tacho