B279 bei Rentweinsdorf: Verkehrspolizei Bamberg stoppt "tickende Zeitbombe"
Autor: Redaktion
Rentweinsdorf, Donnerstag, 24. Sept. 2026
Bei einer Kontrolle an der B279 wurden vier Lastwagen gestoppt. Ein voll beladenes Gespann mit schweren technischen Mängeln musste sofort stillgelegt werden.
Bei einer Kontrolle der Verkehrspolizei Bamberg auf einem Parkplatz an der B279 bei Rentweinsdorf sind den eingesetzten Beamten vier Lastwagen aufgefallen. Die Fahrzeuge wurden umfassend überprüft, da mehrere Verstöße festgestellt wurden. Ein Lkw-Gespann wurde sofort stillgelegt und die "tickende Zeitbombe" damit endgültig "entschärft", wie die Polizei mitteilte.
Die vier Fahrer und ihre Firmen wurden jeweils viermal für Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht, dreimal für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und zweimal für Verstöße gegen die Fahrzeug-Zulassungsverordnung angezeigt.
Mehr als 40 Mängel an Lkw‑Gespann – war so offenbar ein Jahr lang im Straßenverkehr unterwegs
Besonders auffällig war ein voll beladenes 40-Tonnen-Gespann - die eingangs erwähnte "tickende Zeitbombe". Der 59-jährige Fahrer musste an Ort und Stelle anhalten und das Gespann wurde stillgelegt. Schon zu Beginn der Kontrolle fiel auf, dass der Fahrer die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten mehrfach missachtet hatte. Eine weitere Überprüfung zeigte, dass sowohl der Lastwagen als auch der Anhänger erhebliche Mängel und Schäden aufwiesen.
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Insgesamt entdeckten die Kontrollkräfte 42 große oder gefährliche Mängel, weshalb das Gespann als verkehrsunsicher eingestuft wurde. Ein Sachverständiger bestätigte, dass nur eine Sicherstellung des Fahrzeugs als einzige Lösung möglich war.
Ein zentrales Problem: Das ABS-System war defekt und zusätzlich durch eine technische Manipulation außer Kraft gesetzt. Dadurch funktionierte auch der Notbremsassistent nicht mehr. In diesem Zustand nutzte der Fahrer das Gespann offenbar schon über ein Jahr. Das beeinträchtigte auch das zusätzliche Bremssystem des Anhängers, das durch die Dauerbelastung ebenfalls beschädigt wurde. Das führte zu Problemen beim Bremsen, wie ungewolltem Blockieren der Räder. Auch die Handbremse des Anhängers war defekt. Trotz aller Mängel überschritt der Fahrer während der letzten Monate oft die erlaubte Höchstgeschwindigkeit.
"Tickende Zeitbombe" ohne echte Bremskraft – Bußgeldverfahren eingeleitet
Somit war das ganze Gespann eine große Gefahr im Straßenverkehr und faktisch eine "tickende Zeitbombe" ohne ausreichende Bremsen. Nach Rücksprache mit der Zulassungsstelle wurden Lkw und Anhänger von der Polizei stillgelegt und dürfen erst nach allen notwendigen Reparaturen wieder fahren.
Der Fahrer sowie der 87-jährige Unternehmer erwarten nun jeweils teure Bußgeldverfahren.