- Zu Gast bei der Jahresversammlung der SPD, Ortsverein Maroldsweisach, war am Sonntagnachmittag in der Gaststätte Hartleb die Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (SPD) aus Schweinfurt. Sie zeigte auf, wie der ländliche Raum gefördert werden kann. Susanne Kastner, die in ihrem Amt als Ortsvorsitzende bestätigt wurde, berichtete von Ausflügen des Ortsvereins.Vom 18. bis 20. August sei eine Reise nach Hamburg geplant.
Anmeldungen nehme sie ab sofort entgegen. Ein Tagesausflug ist nach Heidelberg vorgesehen. Auch der Bauernmarkt in diesem Jahr sei in Planung. "Das wichtigste aber ist die kommende Bundestagswahl, bei der wir alles tun müssen, um Sabine Dittmar wieder mit einem guten Wahlergebnis auszustatten", forderte die Vorsitzende. "Gerade in der roten Hochburg in Maro müssen wir für Sabine Dittmar ein gutes Ergebnis erzielen." Da käme auf die Ortsvereine viel Arbeit zu.
Geplant sei auch die Teilnahme am Neujahrsempfang des SPD Unterbezirks in Mellrichstadt mit der Familienministerin Manuela Schwesig. "Hierfür habe ich den Citybus bereits reservieren lassen."
Eine Eingabe erfolgte an Landrat Wilhelm Schneider für die Investitionskosten der häuslichen Pflege. "Die Arroganz der CSU in Bayern stört die Menschen", sagte Susanne Kastner. Auf die Kliniksituation in den Haßbergen eingehend meinte sie, dass die Bayerische Staatsregierung nicht definiert habe, was ein "Klinikum der Grundversorgung" sei. Die großen Krankenhäuser in Coburg, Schweinfurt und Bamberg seien überbelegt. "Da ist viel im Argen", so Kastner.


Ungleiche Bedingungen

Seit 2013 stehe in der Bayerischen Verfassung, dass für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen sei, sagte Landtagsabgeordnete Kathi Petersen. Das sei in Bayern aber längst nicht der Fall. Probleme gebe es mit den Hausärzten auf dem Land, wo es wohl einen "Königsweg" nicht gebe. Petersen bemängelte außerdem, dass es in Bayern keinen vernünftigen Krankenhausplan gebe. Zu diesem Thema habe sie eine umfangreiche Anfrage an den Bayerischen Landtag gestellt.
"Wir brauchen Lösungen! Abwarten wie es die bayerische Staatsregierung tut, hilft nicht weiter", sagte sie unterd em Applaus der Zuhörer.
Die Nahversorgung würde im ländlichen Raum immer schwieriger und ein besserer Nahverkehr sei erforderlich. Auch müsse man der Schließung von kleinen Schulen entgegenwirken. Verlagerungen von Behörden aufs Land sah sie kritisch: "Das vergrößert die Kosten." Aus sie warf der CSU "Arroganz der Macht" vor.
In einer kurzen Diskussion, bemängelten Versammlungsteilnehmer, dass die Pflegereform immer komplizierter werde, dass die Fördermittel für Gemeinden zu undurchsichtig dargestellt würden und dass es möglich sein sollte, auf dem Land mit kleineren Klassenstärken in den Schulen auszukommen. Die Radwegverbindung von Maroldsweisach nach Ebern bedürfe einer Verbesserung, forderte ein Versammlungsteilnehmer


Das Wahlergebnis

Für zwei Jahe wurde folgende Vorstandsmannschaft des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach gewählt. Susanne Kastner bleibt Vorsitzende, ihre Stellvertreter sind Doris Pressel und Herbert Baum. Die Finanzen verwaltet Werner Thein und Schriftführerin wurde Birgid Knöchel.
Revisoren sind Hanna Bornkessel und Willi Thema. Zur Frauenvertreterin wurde Doris Pressel gewählt, zur Jugendvertreterin Doreen Büschel. Beisitzer sind Hedwig und Robert Renz, Marianne Conradi, Erika Büschel, Erhard Helmreich, Helmut Kastner, Ria Thein, Günter Reß, Volker Dellert, Wolfgang Harnauer, Uwe Hein, Ulla Hauck und Peter Ehrhardt.