Alles drehte sich um die Liebe
Autor: Peter Schmieder
Haßfurt, Dienstag, 05. Juli 2016
Die Theatergruppe des Haßfurter Gymnasiums setzte das stärkste aller menschlichen Gefühle gekonnt in Szene.
Die Liebe ist ein großes Thema. Sei es in der Literatur, im Theater oder im Film: Fast immer spielt das stärkste aller zwischenmenschlichen Gefühle eine Rolle. In ihrem diesjährigen Theaterstück präsentierte das Schultheater des Haßfurter Regiomontanus-Gymnasium am Montag und Dienstag eine Reihe von Ausschnitten aus bekannten Werken verschiedener Autoren. Dabei drehte sich alles um die Liebe.
"Und darum wird beim Happy End im Film jewöhnlich abjeblendt." Dieses bekannte Zitat aus Kurt Tucholskys Gedicht "Danach" war der Titel der Zusammenstellung auf verschiedenen Szenen. So stand auch eben dieses Gedicht am Anfang der Aufführung. In ihm erzählt Tucholsky, dass Filme oft damit enden, dass ein Paar zusammenkommt. Happy End, alle sind glücklich - zumindest für diesen Moment. "Was tun sie, wenn sie sich nicht küssen?", fragt der Autor.
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Denn wie jede Beziehung wird auch die der Helden schlechte Zeiten überstehen müssen. Die Frage, ob sie das auch tun wird, bleibt offen.
Von Shakespeare bis Loriot
Weiter zeigte die Zusammenstellung aus den Werken verschiedener Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten, wie unterschiedlich diese mit dem Thema Liebe umgingen. Lustig oder ernst, glücklich oder tragisch - von Shakespeare bis Loriot reichte die Spannweite dessen, was die Schüler unter der Regie von Kathrin Hiernickel auf die Bühne brachten. Zu sehen gab es Ausschnitte aus bekannten Dramen, wie beispielsweise das Zusammenkommen von Faust und Gretchen aus Goethes "Faust", die Unterhaltung zweier Schüler über die ersten "männlichen Regungen" aus Wedekinds "Frühlings Erwachen" oder das Ende des Verhältnisses zwischen Prinz Leonce und der Tänzerin Rosetta aus Georg Büchners "Leonce und Lena".Waren viele der aufgeführten Szenen nur Ausschnitte aus längeren Werken, zeigten die Schüler aber auch kurze, abgeschlossene Szenen. So brachten sie beispielsweise den Loriot-Sketch "Die Garderobe" auf die Bühne, in der ein Ehepaar sich darauf vorbereitet, zusammen auszugehen. Die Frau ist unschlüssig, welches Kleid sie anziehen soll, und fragt ihren Mann um Rat. Dieser findet zwar alle ihre Kleider schön, doch egal, was er sagt: Seine Frau interpretiert in jede Antwort hinein, dass er an ihrer Garderobe etwas auszusetzen hat.