Eine Vielzahl an Bauanträgen sowie der Antrag des Turnvereins auf Bau eines zweiten Beachvolleyball-Feldes im Freibad bestimmten die Märzsitzung des Gemeinderates.
Hierzu informierte Bürgermeister Christian Mrosek (CSU), dass das zweite Beachvolleyball-Feld neben dem bestehenden Feld im Freibad entstehen soll. Der Turnverein würde die Materialkosten für Netzanlage, 200 Tonnen Sand, Geovlies, Kies und Beton im Wert von runda 7500 Euro übernehmen sowie die planerischen Arbeiten in Eigenleistung zur Verfügung stellen. Seitens der Gemeinde wäre das Gelände zur Verfügung zu stellen und die Erdarbeiten (Aushub und Entsorgung des Erdreiches) auszuführen. Angedacht wurde, einen Teil des Erdaushubs zum Aufschütten eines Walls zu verwenden, was einen Tribünencharakter verleihen würde.
Seitens des Turnvereins werde erwartet, dass die beiden Volleyball-Felder während der Trainingszeiten genutzt werden dürfen. Außerhalb der Trainingszeiten würden diese der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Folgekosten für das Auffüllen der beiden Felder mit Sand könnten gemeinsam von Gemeinde und Turnverein getragen werden. Mit dieser Aktion des Turnvereins in seinem 125. Jubiläumsjahr könnte die Gemeinde ihr Freibad attraktiver machen, war der Bürgermeister überzeugt.


Kosten betragen 10 000 Euro

Zwar hatte sich der Bauausschuss bereits in einer Sitzung mit dem Anliegen des Turnvereins befasst. Damals war aber noch nicht endgültig entschieden, inwieweit sich der Turnverein an der Maßnahme beteilige. Festgestellt wurde, dass auf die Gemeinde für Erdaushub, Wegfahren des Erdaushubs, Umverlegung eines Wasserleitungsleerrohrs, Beseitigung von Fahrspuren Kosten in Höhe von etwa 10 000 Euro zukommen, aufgeteilt in 4000 Euro Fremdkosten und 6000 Euro Eigenkosten für Leistungen des Bauhofes. Der Gemeinderat stimmte dem Bau eines zweiten Beachvolleyball-Feldes zu.
Weiter informierte Mrosek über das geplante Bauvorhaben von Johnson Matthey mit der Errichtung einer Produktionshalle für Lkw-Katalysatoren. Zur Erfüllung der Lieferverpflichtungen gegenüber der internationalen Nutzfahrzeugindustrie sei es notwendig, die durch Johnson Matthey seit Jahren hergestellte Sinox-Technologie in einer erweiterten Fertigungslinie zu produzieren. Hierfür soll im Werk Redwitz in neue Fertigungsanlagen investiert werden. Dies trage, so der Bürgermeister, neben der Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze auch zur Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen bei.
Dipl. Ing. Joachim Stefan erläuterte, dass die neue Produktionshalle eine Größe von 120 mal 42 Metern bei einer Höhe von zehn Metern habe. Der Baubeginn sei für Mai und der Produktionsbeginn für September 2016 geplant.
Verwaltungsrat Heinrich Dinkel erklärte den zweiten Entwurf zum Netzentwicklungsplan Strom 2025. Gegenüber dem ersten hätten sich hinsichtlich der P 44 mod. keine Änderungen ergeben. Es sei lediglich etwas deutlicher herausgearbeitet worden, dass die Projekte P 44 und P 44 mod. alternativ zueinander stehen. Damit hätten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet, so Dinkel. "Wir kämpfen weiter", ergänzte der Bürgermeister. che