Empfehlung So sollte eine ausgewogene Ernährung aussehen, damit es auch mit den Vitaminen klappt: Möglichst vielfältig und bunt essen, täglich drei Portionen Gemüse (etwa 400 Gramm für Erwachsene) und zwei Portionen Obst ( 250 Gramm) sowie Milch-, Vollkornprodukte, Speiseöl und in Maßen Fisch und Fleisch berücksichtigen.

Frauen und Babys In wenigen Fällen empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und ärztliche Fachgesellschaften routinemäßig Vitaminpräparate: Vitamin K für Neugeborene und Vitamin D für Babys im ersten Lebensjahr. Frauen, die schwanger werden möchten oder sind, sollten Folsäure zuführen. Ältere und Kranke Für ältere Menschen mit wenig Sonnenkontakt, Veganer, Menschen mit bestimmten Krankheiten oder einer gestörten Verdauung könnten Zusatzpräparate sinnvoll sein.

Das bespricht man am besten mit dem Arzt. Von einer Eigentherapie ohne festgestellten Mangel und regelmäßiger Kontrolle der Blutwerte wird abgeraten.

Dosierung Auf allen Verpackungen muss angegeben werden, wie viel Prozent der Nährstoffbezugswerte für die verschiedenen Vitamine durch das Produkt pro Tag gedeckt werden.

Immer 100 Prozent oder sogar mehr erreichen zu wollen, ist nicht sinnvoll, zumal man noch Vitamine aus Lebensmitteln aufnimmt. Das kann sogar gefährlich werden. Die vorgesehene Dosierung sollte keinesfalls überschritten werden. Internet Unter www.verbraucherzentrale-bayern.de finden sich viele Infos zur Vitaminversorgung sowie zu Nahrungsergänzungsmitteln. Unter www.test.de gibt es entsprechende Tests zu Vitaminpräparaten. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat unter www.dge.de viel Wissenswertes zum Thema zusammengestellt.

Test Die Stiftung Warentest hat zuletzt 2017 Vitaminpräparate getestet. Gesetzliche Grenzen für die Vitamindosierung von Nahrungsergänzungsmitteln gibt es in Deutschland nicht. Deshalb verglichen die Tester die Tagesdosierungen auf den Packungen mit den sicheren Höchstmengen, die das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt.

Exemplarisch wurden 35 Präparate gekauft, von denen 26 laut Packungsangaben die empfohlenen Höchstdosierungen überschritten, zehn davon drastisch. Dies betraf vor allem Präparate, die im Internet bestellt wurden und meist aus dem Ausland kommen. irfe