Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler büffelten in der letzten Ferienwoche am Caspar-Vischer-Gymnasium (CVG) in der sogenannten Summer School. Es handelt sich dabei um eine Fördermaßnahme im Rahmen des Programms "gemeinsam.Brücken.bauen" des Kultusministeriums zum Ausgleich pandemiebedingter Nachteile.

Wie sie ihre Summer School gestalteten, blieb den einzelnen Schulen selbst überlassen. "Bei uns haben wir uns dazu entschieden, am Vormittag Unterricht und Trainingseinheiten in den Kernfächern anzubieten", sagt CVG-Schulleiterin Ulrike Endres. Am Nachmittag gab es für die Schüler der Unterstufe ein abwechslungsreiches Beschäftigungsprogramm. "Dabei sind wir froh, dass sich so viele Lehrkräfte und Tutoren bereiterklärten, das zu unterstützen."

Wichtig war den Organisatoren am CVG, die Schüler aufs neue Schuljahr einzustimmen und sie zu motivieren. "Wir wollen, dass die Schüler merken: ‚Ich kann was, obwohl ich dachte, dass ich es nicht kann'", sagt Tutorenbetreuer Andreas Schobert. Deswegen konnte auch jeder mitmachen, der Lust dazu hatte, gleich aus welchen Gründen. Den Schülern sei das Gefühl vermittelt worden, etwas erreichen zu können und sich selbst wieder als Teil einer Gemeinschaft zu erleben, Spaß zu haben.

Der zwölfjährige Joel bestätigt diesen Wunsch der Schulleitung: "Mein bester Freund hat sich nicht für die Summer School angemeldet. Ich glaube, da hat er was verpasst." Dabei gefiel dem Schüler nicht nur das Beschäftigungsprogramm am Nachmittag. Auch die Lerneinheiten fand er prima. "Ich finde es cool, jetzt in die 7. Klasse zu kommen, und durch die Summer School komme ich jetzt wieder besser in den Schulrhythmus rein."

Dass man in der Summer School viel entspannter lernen könne und sich eher für das neue Schuljahr vorbereitet fühle, bestätigten auch weitere Mitschüler. "Es wäre eine gute Idee, die Summer School jedes Jahr anzubieten", findet Angelina. Sie kommt jetzt ebenfalls in die Siebte und fand es schön, klassenübergreifend die anderen Schülerinnen und Schüler näher kennenzulernen. Auch den Zeitpunkt am Ende der Ferien hält sie für passend - schon wegen der frisch wiederholten Vokabeln.

"Cool ist, dass ich nicht alleine lernen muss,", ergänzt Romy, die ab kommender Woche die 6. Klasse besuchen wird. Gemeinsam mit ihrer Freundin war sie insbesondere am "Fußballtag" eher skeptisch, aber "es hat viel Spaß gemacht, die Ballkontrolle zu üben". Der Besuch des Fußballjongleurs Sebastian Landauer am Mittwochnachmittag, den der Kulmbacher Rotary-Club ermöglichte, war in der Summer-School-Woche am CVG ein Highlight von vielen.

Der Montag stand unter dem Motto "Feuer", und die Kulmbacher Feuerwehr begeisterte die Kinder nicht nur mit Technik, sondern auch mit Stockbrotbacken. "Für den Dienstagnachmittag konnten wir Vivienne Hoffmann aus Kronach gewinnen, bekannt aus der Sendung ‚The Voice Kids'", erzählt Andreas Schobert. Nach einem kleinen Konzert stand sie den Schülern Rede und Antwort, erzählte von Motivation und Träumen. "Unseren Schülerinnen und Schülern wollen wir vermitteln, dass man etwas erreichen kann, wenn man es wirklich will, dass man sich etwas zutrauen muss", sagt Schulleiterin Endres. Passend zum Thema wurden am Dienstag noch Traumfänger gebastelt. Den Donnerstagnachmittag schließlich verwandelte die SMV in einen Spieltag. "Die Summer School fand ich rundum gelungen", fand Tutor Luca. "Sie hat gezeigt, wie viel Spaß Schule machen kann."