Um 10.30 Uhr musizierten sie im Innenhof des Seniorenzentrums Fränkische Schweiz in Ebermannstadt, um 13 Uhr im Seniorenzentrum Martin Luther in Streitberg, ehe es zum nächsten Konzert in den Odenwald weiterging.

Die Rede ist von drei hochkarätigen Musikern, die im Namen der Münchner Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation eben auch in den beiden Einrichtungen des Diakonischen Werks Bamberg-Forchheim Station machten: Rebekka Wagner, Absolventin der Hochschule für Musik in Nürnberg an der Violine, Konzertpianistin Susanne Strauss, die die Bischberger Schlosskonzerte ins Leben gerufen hat, und der stets humorige und ausdrucksstarke Tenor Martin Fösel, dessen Stimme bereits in halb Europa zu hören war.

Auf eine Reise durch die Jahrhunderte nahmen die drei die begeisterten Senioren mit, die im Garten, auf Balkonen, in Zimmern, in Gängen oder in Wintergärten mit dem gebotenen Abstand zuhörten. Dem Applaus nach kam das Konzert sehr gut an, Beifall brandete immer wieder auf bei Stücken von Mozart, Schubert oder Boccherini. Gekonnt führte Martin Fösel durch das Programm und brachte dis insgesamt knapp 100 Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln.

Doch die Zuhörer durften auch aktiv werden. "O, du lieber Augustin" oder die Frankenhymne "Wohlauf die Luft geht frisch und rein" erklangen in Ebermannstadt und Streitberg im Chor. Zudem lernten sie Interessantes und bisweilen Kurioses über eher unbekannte Komponisten wie Frank Bridge oder Tor Aulin. Mit jeweils einer Zugabe von Alberto Pestalozzas "Ciribiribin" und dem Versprechen der Musiker, wiederzukommen, endeten die beiden Konzerte und damit ein unbeschwerter Nachmittag für die Bewohner unter den derzeit erschwerten Corona-Rahmenbedingungen in den Seniorenzentren. red