Steffen standke

An diesem Sonntag, 14. März, halten die Hessen ihre Kommunal- und Bürgermeisterwahl ab. Die Züntersbacher wählen sogar drei Mal: den Kreistag des Main-Kinzig-Kreises, die Gemeindevertretung der Großgemeinde Sinntal, zu der Züntersbach gehört, und den Ortsbeirat.

Harald Stelzner fungiert als ehrenamtlicher Ortsvorsteher von Züntersbach, sieht sich als "Sprachrohr in beide Richtungen". Damit meint er die Verbindung vom kleinen Ort mit seinen 670 Einwohnern (Stand: 2016) zur Gemeindevertretung nach Sterbfritz. Und umgekehrt.

Henke kandidiert für Kreistag

Nach Stelzners Angaben kandidiert nur ein Züntersbacher für den Kreistag: der junge Lukas Henke, der für die CDU antritt. Seine Chancen seien schwer einzuschätzen. "Mal sehen, wie weit er kommt."

In der Sinntaler Gemeindevertretung sitzen derzeit vier Züntersbacher. Neben Henke sind das Thomas Hergenröther (ebenfalls CDU) sowie Werner Zirkel und Carsten Herzog (beide SPD). Alle vier stehen wieder zur Wahl. Dazu hat sich Sabine Hergenröther (SPD) aufstellen lassen.

Nur über den Ortsbeirat können die Züntersbacher ganz allein entscheiden. Das Gremium setzt sich noch aus sieben Mitgliedern zusammen, wird nach der Kommunalwahl aber auf fünf verkleinert.

Für Harald Stelzner der richtige Schritt, denn es haben sich sechs Kandidaten zur Verfügung gestellt. Neben ihm selbst sind das Lukas Henke, Thomas, Sabine und Karina Hergenröther sowie Carsten Herzog.

Ortsbeirat wird verkleinert

Ein Kandidat wird also nicht mit ins Gremium einziehen. Laut Stelzner könnte er aber als Nachrücker einspringen, falls ein anderer ausfällt. So bleibe der Ortsbeirat mit einer ungeraden Zahl an Mitgliedern entscheidungsfähig; ein Patt aus zwei gegen zwei Stimmen würde nicht entstehen.

Als große Themen rund um Züntersbach nennt der nicht parteigebundene Ortsvorsteher "die Windkraft und die Stromtrasse P43, die ja unser Gebiet berühren soll". Da müsse man sich rühren. Direkt bei Züntersbach droht zwar kein Windpark; aber beim Nachbarort Schwarzenfels sind entsprechende Flächen ausgewiesen. Damit wäre eine Fläche von Windrädern betroffen, das auch Züntersbachern zur Erholung dient. Stelzner ist sich nicht sicher, ob man nicht ein bis zu 250 Meter hohes "Riesending" im Ort wahrnehmen könnte.

Schule und Kindergarten erhalten

Den Züntersbachern selbst liegt laut dem Ortssprecher vor allem daran, ihre Grundschule und den Kindergarten zu erhalten. Dazu wolle speziell der Ortsbeirat aktiv beitragen. Die "Zwergenschule" sei für die Kinder fußläufig erreichbar, die "Sozialkompetenz ganz anders als in einer großen Einrichtung".

Ansonsten geht es um die Förderung des Dorflebens mit den Vereinen, den Fremdenverkehr und den Ausbau der Wege. Sinntal mit Ortsteilen nimmt auch an einem Projekt des Landes Hessen zu Leben und Infrastruktur auf dem Lande teil. Die marode Züntersbacher Ortsdurchfahrt will Stelzner zumindest im Gespräch halten. Der Einfluss auf die Landes- und Kreispolitik sei aber gering.