Fragt sich, wem der Lauf die größere Anstrengung abverlangte - dem Hund oder dem Herrchen. Letztere sind auf jeden Fall voll bei der Sache und sie "verweigern" eigentlich nie. Ganz anders bei den Vierbeinern: Mitunter gaben sie sich starrköpfig und zeigten keinerlei Interesse, den Slalom zu durchlaufen oder die wackelige Wippe zu erklimmen. Die Zuschauer freuen sich über solche Individualisten umso mehr. Ist es doch gar zu possierlich, wenn sich vor allem die kleineren unter den angetretenen Stars ein wenig bockig zeigen.

Nachdem es 2018 kein Hunde-Agility in Steppach gab, konnten sich in diesem Jahr an Pfingsten die treuen Freunde des Menschen wieder im Turnier messen. Unter der Ägide von Johannes Voran und seinem Team gingen 160 Hunde, eingeteilt in die Klassen Large, Midi und Small an den Start. Im Zeitmesser waren Hürden und Wippen, Tunnels und Slalom zu durchlaufen.

Teilnehmer aus ganz Europa

Rings um das Gelände des Steppacher Sportvereins hatten sich 80 Camper aus ganz Europa mit Zelten niedergelassen. Manche schon eine Woche vor Pfingsten. So hatten sie ausreichend Zeit und Gelegenheit, in einer Art Trainingslager ihre Tiere an das Gelände und den Parcours zu gewöhnen.

Sogar Teilnehmer an Weltmeisterschaften traten in Steppach zum Wettbewerb an. Am Samstag gab es einen Gaudilauf, an dem sich auch das Steppacher Team "Leo und Boxer" beteiligte. So viel sei verraten - einer von beiden ist Manfred Schleicher, der Vorsitzende des Steppacher Sportvereins. Der ist ganz stolz darauf, dass in Steppach sogar Teams aus Hamburg antraten, obwohl parallel zum Turnier im Ebrachgrund ein Wettbewerb in der Hansestadt lief. Um die Veranstaltung zu schultern, hatte der Sportverein 120 Helfer im Einsatz, die von früh bis spät unermüdlich für das Wohl ihrer Gäste und Besucher sorgten. Schleicher freut sich ganz besonders, dass es dem Verein gelungen ist, die noch anstehenden Arbeiten am Sportgelände termingerecht zum Agility-Turnier fertigzustellen.