Der Volkstrachtenverein "Zechgemeinschaft" Neukenroth kann nun eine historische Zither als weiteres Schmuckstück in der Sammlung des kleinen Heimatmuseums in der Zecher-Halle präsentieren.

Der in Bockum-Hövel geborene Peter Becker aus Reitsch hat die alte Zither von seiner Tante Reslein mit dem Auftrag erhalten, einen Platz zu finden, wo sie gut aufgehoben ist und eine neue Heimat finden kann. Die Freundin der Tante, Anita Josten, hatte die Zither mit elf Jahren von ihrem Großvater geschenkt bekommen und hat mit diesem Instrument auch im Mandolinen-Orchester von Bockum-Hövel gespielt.

Auf der Zither stehen noch in Großbuchstaben der Erbauer und das Herstellungsjahr. Das Schmuckstück wurde 1889 von Johann Fürst in Mittenwald gebaut und vom Großvater von Anita Josten, der aus Landsberg am Lech stammt, vererbt.

Handgeschriebenes Notenbuch

Als besondere Beigabe zu diesem historischen Instrument wurde auch noch ein handgeschriebenes Notenbuch für Zither aus dem Jahr 1884 mit übergeben. Lucina Spitzenpfeil, die das Heimatmuseum in der Zecher-Halle regelmäßig erweitert und umgestaltet, freut sich mit Vorsitzender Bettina Rubel über dieses "fantastische Geschenk".

Lucina Spitzenpfeil wies bei der Übergabe auch auf die besondere Verbindung zu Bockum-Hövel hin, wohin nach dem Großbrand von 1906 Neukenrother Bürger verzogen seien.

Historische Instrumente gesucht

Da sich bereits einige historische Musikinstrumente im Fundus befinden, möchte der Verein diese Nische ausbauen und erweitern. Vorsitzende Rubel betonte, dass sich der Verein über weitere alte und historische Instrumente für das Museum freuen würde. Die Instrumente sollten eine Geschichte erzählen und einen Bezug zur Heimat haben. Sobald die Erweiterung im Heimatmuseum abgeschlossen ist, will der Volkstrachtenverein die Instrumente und alle anderen historischen Gegenstände im Museum der Öffentlichkeit präsentieren. jb