Das Forchheimer Zirk-Art-Festival hat sich in den letzten Jahren bayernweit einen Namen gemacht. Das alle zwei Jahre vom Jungen Theater Forchheim organisierte Festival findet auch in diesem Jahr in der Altstadt statt. Passend dazu wurden im aktuellen Nachtragshaushalt des Freistaats Bayern 35 000 Euro für das Festival veranschlagt.

"Es freut mich natürlich riesig, dass wir uns als Regierungsfraktionen in München im gleichen Jahr erfolgreich für eine Förderung für das Zirk-Art-Festival einsetzen konnten", teilt Staatsminister Thorsten Glauber (FW) mit, "denn das Zirk-Art gehört alle zwei Jahre zu den absoluten Highlights im Forchheimer Veranstaltungskalender."

Die Planungen für das fünfte Zirk-Art-Festival, das vom 11. bis 13. September in Forchheim stattfinden wird, laufen unterdessen schon auf Hochtouren. Artistisches Theater und neuer Zirkus aus ganz Europa stehen auf dem Spielplan. Das Junge Theater Forchheim erwartet laut Pressemitteilung "nach den grandiosen Erfolgen der Vorjahre" wieder über 10 000 Besucher für diesen kulturellen Höhepunkt in der Stadt.

Bastion und Stadtpark

Der Veranstalter steht in diesem Jahr vor besonderen Herausforderungen, weil das Festival wegen umfangreicher Bauarbeiten am Rathausensemble nicht in der Innenstadt zwischen der Kaiserpfalz und dem Rathausplatz stattfinden kann. "Wir werden das Festivalgelände innenstadtnah verlagern, die Bastion wird im neuen Festivalgelände eine prägende Rolle einnehmen", erklärt der Festivalleiter Lorenz Deutsch, "der Stadtpark bietet vielfältige Möglichkeiten für das Festival, ist aber auch anspruchsvoll, da wir viel mehr Infrastruktur bereitstellen müssen."

Für die Zirk-Art-Macher bedeutet diese Umplanung auch Mehrkosten. "Das Festival können wir nur stemmen, weil wir von mehreren Seiten Unterstützung bekommen. Wegen der Mehrkosten aufgrund der neuen Location haben wir uns nach zusätzlichen Fördergeldern umgesehen und unseren Stimmkreisabgeordneten Michael Hofmann um Unterstützung gebeten", erläutert Deutsch. Erster Anlaufpunkt der Förderanfrage war der Kulturfonds Bayern, der das Projekt jedoch nicht positiv beschied. Der CSU-Landtagsabgeordnete Hofmann habe dann eine direkte Förderung aus dem Staatshaushalt ins Spiel gebracht. "Der Initiative von Michael Hofmann ist es zu verdanken, dass wir für das diesjährige Festival einen Zuschuss in Höhe von 35 000 Euro bekommen. Damit können wir die Bespielung des neuen Geländes so angehen wie geplant", zeigt sich Deutsch erleichtert.

"Das Geld kommt aus der Fraktionsinitiative im Rahmen des Nachtragshaushaltes 2019/2020. Das ist zwar ein ungewöhnlicher Weg einer Förderung für ein künstlerisches Festival, wegen der fehlenden Unterstützung der Regierung von Oberfranken haben wir eine Absage für Mittel aus dem Kulturfonds bekommen. Da mussten wir uns einen neuen Weg einfallen lassen", erklärt Hofmann.

Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, sich mit aller Kraft für ein Fortbestehen von Zirk-Art einzusetzen: "Das Festival ist eine gelungene Symbiose von Artistik, Theater und Jonglage. Es ist nicht nur künstlerisch wertvoll, es ist auch ein touristisches Aushängeschild für Forchheim. Auch wegen der Einbindung der ganzen Stadt bei diesem Event konnte ich in meiner Fraktion erfolgreich für eine Förderung werben. Diese Fraktionsinitiative ist einmalig. Für die kommenden Zirk-Art-Veranstaltungen müssen wir uns einen anderen Weg einfallen lassen. Denn mit diesem außergewöhnlichen und bayernweit einmaligen Festival heben wir uns ab. Für Forchheim ist es großartig, es zeigt, wie lebendig, innovativ und kreativ wir sein können." red