Wunschliste ist lang: vom Shuttle-Service bis zum Schwimmteich
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Stadelhofen, Mittwoch, 09. März 2016
Die Gemeinde Stadelhofen lud zur ersten Jugendbürgerversammlung in das Rathaus Steinfeld ein. 41 Jugendliche trafen sich hier, um mit dem Ersten Bürgermeist...
Die Gemeinde Stadelhofen lud zur ersten Jugendbürgerversammlung in das Rathaus Steinfeld ein. 41 Jugendliche trafen sich hier, um mit dem Ersten Bürgermeister Ludwig Göhl (ÜWG), dem Jugendbeauftragten Frank Grasser und den Gemeinderäten ins Gespräch zu kommen. Die Vorsitzende Sabine Strelov und der Geschäftsführer Johannes Rieber vom Kreisjugendring Bamberg Land moderierten die Versammlung, wie die Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld mitteilt. Der Jugendbürgerversammlung lag der Antrag der Gemeinderäte der CSU Steinfeld zugrunde, die anregte, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.
Anfänglich waren alle noch etwas zögerlich; die Jugendbürgerversammlung hatte so gar nichts mit einer Bürgerversammlung im herkömmlichen Sinne zu tun. Stehtische, in Bewegung bleiben, in lockerer Runde ins Gespräch kommen, auf Augenhöhe - das war die Devise des Abends.
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Insgesamt gab es sechs Diskussionstische mit je zwei bis drei Gemeinderäten und den Themen "Wo verbringt ihr eure Freizeit?", "Was hat der Bürgermeister für Aufgaben und was macht er für Kinder und Jugendliche?", "Was sind die Aufgaben des Jugendbeauftragten und welche Ideen für gemeinsame Aktionen gibt es?", "Das Leben ist ein Ponyhof! Ich wünsche mir vom Gemeinderat ...", "Politik heißt für mich ..." und "ich lebe gerne in der Gemeinde Stadelhofen, weil ...". In drei Gesprächsrunden konnten sich die Jugendlichen ihre Lieblingsthemen suchen.
Schnelles Internet
Immer wieder äußerten die Jugendlichen den Wunsch nach einer Busanbindung oder einem Shuttle-Service, um auch Veranstaltungen in der Region besuchen zu können. Die Verbesserung der Internetversorgung war auch ein Anliegen, das der Gemeinderat aber bereits umgesetzt hat.
Mit einer Mindestversorgung von 30 Mbit sei bis Mitte 2016 verbindlich zu rechnen. Einige Jugendliche wünschten sich eine bessere Ausleuchtung öffentlicher Straßen. Andere regen ein gemeinsames Treffen Bürger - Flüchtlinge an, wenn der Gemeinde Stadelhofen Asylbewerber zugewiesen werden. Beim Faschingstanz sollte ein DJ für Musik sorgen, um junge Erwachsene zu erreichen. Bei der Kerwa in Steinfeld wünschen sich die Jugendlichen die Schausteller im Ort und nicht abseits am Rathaus. Eine Schlittschuhbahn oder ein Schwimmteich für den Sommer steht mit auf der Wunschliste. Das Mitteilungsblatt sollte farbig gestaltet sein.Speziell an den Jugendbeauftragten wurden auch Wünsche herangetragen: Im Ferienprogramm sollte der Besuch eines Klettergartens, ein gemeinsamer Kinobesuch, eine Radtour im Paradiestal und auch eine Städtereise für Jugendliche aufgenommen werden. Einige Jugendliche wünschen sich einen Jugendraum, in dem sie sich ungezwungen zu Kicker, Tischtennis, Dart oder nur zum Chillen treffen können. Andere wiederum beschäftigte die Frage nach einem Jugendgemeinderat. Sie regen eine Facebook-Gruppe an, fühlen sich aber auch per Post oder über das Amtliche Mitteilungsblatt angesprochen.
Besonders erfreut waren die Gemeinderäte, dass die Jugendlichen fast durch die Bank gerne in der Gemeinde Stadelhofen leben und sie die Vorteile des Landlebens, den Charme der Juragemeinden mit ihren Traditionen, Gastwirtschaften, Festen und dem guten Bier durchaus zu schätzen wissen.
Das klare Votum der Jugendlichen am Ende lautete "Gelungene Veranstaltung" und "ich wünsche mir eine weitere Jugendbürgerversammlung". red