Witze auf Kosten der Giecher
Autor: Joseph Beck
Scheßlitz, Sonntag, 16. Februar 2020
Die große Jubiläumssause bei der 40. Schäätzer Faschingsprunksitzung fällt bunt und lustig aus. Besonders ein Überraschungsauftritt eines Bäckers sorgt für Lacher.
40 Jahre Prunksitzungen in Scheßlitz, darauf sind sie schon mächtig stolz, die Schäätzer Faschingsnarren. Unter der Regie von Franz Bäumel hatte 1976 nach der Eingemeindung alles begonnen. Im Jubiläumsjahr regierte als neuer Sitzungspräsident bei den zwei ausverkauften Prunksitzungen der Vorsitzende der "Scheßlitzer Vereine e.V." und 2. Bürgermeister Reinhold Söder (CSU).
Dann aber fegten schon die Tänzerinnen von Dream'n Dance über die Bühne und zeigten mit ihrem Gardemarsch sofort ihr Talent. Beim Showtanz "Reise durch die Musikgeschichte" präsentierten sie die von Tanja Fuchs und Cornelia Zeck einstudierten Tänze.
Auch die von Christine Goppert trainierte Tanzsportgarde glänzte. Eine Augenweide, wie die Mädchen auch die schwierigen Passagen bei ihrer choreographischen Reise quer durch Amerika anscheinend mühelos meisterten. Letztes Jahr hatten die Mädels den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften errungen.
Mit Trommeln und Pauken begrüßten die "Rap Top" unter der Leitung von Birgit Wurdack zum Jubiläum ihre Verehrer. Als einziger schwarz eingefärbter Mann durfte sie Robert Schwarzmann auf der Trommel begleiten. Ihr immer wiederkehrender Rap: "Die Prunksitzung wird vierzig!" Auch beim Schäätzer Faschingslied mit den neuen Vorsängern Christina und Alexander Betz tauten die maskierten Besucher auf.
Mit Klaus Buck, alias Hucky stieg wieder ein bekannter Barde in die Bütt. Nicht nur in der Weltpolitik, auch in Schäätz laufe viel schief: Im Schießgraben reihe sich ein Schlagloch ans andere. Seine Zugabe befasste sich mit seinem Zustand, wenn er mit fünf Maß oder mehr aus der Kronna komme.
Mit solchen Schwierigkeiten hatten die Funken- und Tanzmariechen Leonie Knauer, Alina Köhler, Madlen Hauptmann, Sarah Zenk und das Alpenrockduo Lea Kroack und Anne Ziegler keine Probleme. Mühelos, mit enormen Sprüngen begeisterten sie.
Giecher Bäcks Spargel-Leberkäs
Gespannt warteten viele nun schon auf die von Martin Dippold gemanagten Feuerwehrler. Plötzlich stürmte der Giecher Bäck auf die Bühne und pries alle seine Dutzend verschiedenen Leberkässorten an. Es tobte der Saal, besonders, als er den neuesten Spargel-Leberkäs ankündigte. Doch die Recken hatten in Scheßlitz auch manches zu monieren: keinen Metzger und keinen Bäcker mehr, immer noch keine Ampel an der Elisabethenkirche und nach 30 Jahren immer noch keine zweite Autobahnausfahrt. Das lasse sich nur mit Bier ertragen, von dem es in der Stadt Gott sei Dank noch einige Tankstellen gebe.