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Wirtschaft in Oberfranken floriert


Autor: Redaktion

Bayreuth, Mittwoch, 25. Januar 2017

Die oberfränkische Wirtschaft ist unbeirrt auf Erfolgskurs. Nur der Mangel an Fachkräften kann zur Wachstumsbremse werden.


Zum Jahreswechsel berichten die Unternehmen im Kammerbezirk der IHK für Oberfranken Bayreuth von einer sehr positiven Geschäftslage und blicken optimistisch auf die kommenden zwölf Monate. Der IHK-Konjunkturklimaindex steigt auf hohem Niveau nochmals um einen Zähler und liegt zum Jahresanfang bei 127 Punkten.
Im Jahr 2016 hat die oberfränkische Wirtschaft kräftig zugelegt und mehr als 5400 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit sind in oberfränkischen Betrieben seit dem Jahr 2005 über 58 700 neue Jobs entstanden, was einem Zuwachs von 16,4 Prozent entspricht. Im Jahr 2017 möchte die Wirtschaft weiter investieren und expandieren. Die Hochrechnungen der IHK für Oberfranken Bayreuth prognostizieren nochmals 5000 bis 7000 neue Arbeitsplätze in Oberfranken.
Die Kehrseite des Erfolgs: Fachkräfte sind Mangelware. Die Lücke liegt nach Berechnungen des Fachkräftemonitors der IHK für Oberfranken Bayreuth bereits jetzt bei rund 16 000 - Tendenz steigend. Und so verwundert es auch nicht, dass der Fachkräftemangel von über 50 Prozent der befragten Unternehmen als wirtschaftliches Risiko eingestuft wird. "Durch die Fachkräftelücke sehen immer mehr Unternehmen ihre wirtschaftliche Entwicklung gefährdet. Hier müssen wir alle gemeinsam gegensteuern", betont IHK-Hauptgeschäftsführerin Christi Degen.
Beim Blick auf die aktuelle Geschäftslage ist die oberfränkische Wirtschaft weiterhin im Stimmungshoch. 48 Prozent berichten von einer guten und noch einmal 45 Prozent von einer befriedigenden Geschäftslage. Lediglich sieben Prozent der befragten Betriebe sind mit ihrer Geschäftssituation unzufrieden. Die positive Einschätzung zieht sich durch alle Branchen, wobei das Baugewerbe heraussticht - dort berichten fast 70 Prozent von guten Geschäften.
Das Auslandsgeschäft, das im Herbst noch einen Dämpfer hinnehmen musste, hat sich im Saldo positiv entwickelt. 33 Prozent der Befragten geben gestiegene und 25 Prozent rückläufige Volumina auf dem internationalen Parkett an. "Dabei konnte auf dem chinesischen Markt sowie in Süd- und Mittelamerika eine positive Trendwende erzielt werden", so Degen.
Die oberfränkische Wirtschaft ist davon überzeugt, trotz einiger Widrigkeiten im internationalen Handel in der Erfolgsspur bleiben zu können.
26 Prozent der Unternehmen kalkulieren mit einer sich verbessernden Geschäftslage im Jahr 2017. Elf Prozent schätzen hingegen, dass sich die Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. red