Windiges Zelt wird zum Blockhaus

2 Min
Das neue Konzept des Lichtenfelser Weihnachtsmarktes mit der Weihnachtshütte (oben) Foto: Andreas Welz
Das neue Konzept des Lichtenfelser Weihnachtsmarktes mit der Weihnachtshütte (oben)  Foto: Andreas Welz

Der Lichtenfelser Weihnachtsmarkt soll attraktiver werden. Nicht alle finden die Vorschläge dazu gut.

Der traditionelle Lichtenfelser Weihnachtsmarkt soll in den nächsten Jahren Zug um Zug attraktiver werden. Die "Adventhüddn" soll durch eine rustikal gestaltete Holzhütte ersetzt werden, welche in der Optik an die bestehenden Weihnachtsmarktbuden und Unterstände angepasst ist. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus und Wirtschaft gab bei seiner Sitzung am Donnerstag grünes Licht für das 7,4 Meter breite und zehn Meter lange Blockhaus.


An der Stirnseite des Rathauses

Es soll an der Stirnseite des Rathauses aufgestellt und der gesamte Marktplatz bereits im kommenden Jahr umgestaltet werden. Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) betonte: "Unser Weihnachtsmarkt soll Akzente setzen. Ziel ist, die Attraktivität zu steigern." Auf rund 20 000 Euro Materialkosten bezifferte der Bürgermeister die Weihnachtshütte, die von Handwerkern des Bauhofs gezimmert wird. Dabei fielen ungefähr 20 000 Euro an Arbeitsleistung an. Zugrunde legte er 570 Arbeitsstunden je 35 Euro.
Die Hütte soll gastronomisch genutzt werden. Die Ausschreibung für einen Pächter sei notwendig. Citymanager Steffen Hofmann bezeichnete den Weihnachtsmarkt als bedeutenden Wirtschaftsfaktor. "Mit der massiven Weihnachtshütte haben wir neben der Kindereisenbahn und dem Pavillon ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu anderen Weihnachtsmärkten", sagte er. Es sei wichtig und notwendig, den Lichtenfelser Weihnachtsmarkt weiterzuentwickeln.


Lob für Uwe Held

Es gab aber auch Kritik aus den Reihen der Ausschussmitglieder. Georg Meißner (CSU) unterstrich ein menschliches Problem. Mit dem Fortfall der "Adventhüddn" müsse der langjährige Pächter, Uwe Held, gewürdigt werden. Ihm sei es zu verdanken, dass der Weihnachtsmarkt in den letzten fünf Jahren belebt worden sei. "Ohne Held ist auf dem Weihnachtsmarkt noch weniger los", war Meißner überzeugt und stimmte schließlich gegen das neue Projekt.
Bürgermeister Hügerich wies darauf hin, dass Held bereits Anfang 2016 über das neue Konzept informiert wurde und dass er sich als Pächter der neuen Hütte bewerben könne. Frank Rubner (CSU) hatte Bedenken hinsichtlich der Kosten. Die Leistung der Bauhofmitarbeiter müsse detailliert mit eingerechnet werden. Er wies darauf hin, dass die Leute auch beim Auf- und Abbau des Korbmarktes und beim Aufstellen des Pavillons im Einsatz seien. Monika Faber (SPD) regte an, die Weihnachtshütte so zu gestalten, dass sie auch im Sommer oder bei Veranstaltungen Verwendung finden könne. Winfried Weinbeer (Freie Wähler) machte deutlich, dass auch abschließbare Räume für den gastronomischen Betrieb der Hütte zur Verfügung stehen müssten. Günter Reinlein (SPD) wünschte sich mehr lokale Produkte auf dem Weihnachtsmarkt.
Marktmeister Uwe Reinhardt stellte das neue Konzept vor und erläuterte Einzelheiten der Hütte. Sie wird mit fünf Tischen und Bänken eingerichtet und verfügt über ein Podest für Musikanten oder Kleinkünstler. In der Mitte befinden sich drei runde Tische, davon zwei Stehtische. An einer Längsseite wird eine Bar mit acht Barhockern angeordnet. Zur Marktseite ist der zweitürige Haupteingang mit einem 2.5 Meter breiten und fünf Meter breiten Vorbau, ein zweiter Eingang befindet sich an der gegenüberliegenden Seite. Die Hütte wird elektrisch beheizt.
In diesem Jahr wird zum ersten Mal der vom Bauhof angefertigte Pavillon neben dem Weihnachtsbaum aufgestellt. 2017 Jahr werden die neun Marktbuden an der Stelle der jetzigen "Adventshüddn" angeordnet. In der Mitte steht der Pavillon. Um den Weihnachtsbaum werden vier Verkaufsstände und der Bratwurststand angeordnet. An der Marktseite des Rathauses stehen drei weitere Buden und zwei Versorger.