Mit neu gestalteten Begrüßungstafeln will Herzogenaurach bei Ankömmlingen für sich werben.
Mit "Schubkraft für Herzogenaurach" hatte die Agentur Triebwerk eine Präsentation überschrieben, die Stadtmarketingleiterin Judith Jochmann dem Planungs- und Umweltausschuss vorstellte. Es ging dabei um die Tafeln "Herzlich willkommen in Herzogenaurach", die an den fünf Einfallstraßen aufgestellt sind. Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) und Judith Jochmann erläuterten, sind die bisherigen Willkommensschilder in die Jahre gekommen.
Die bisherigen Standorte der Tafeln und auch der Stahlrahmen bleiben bestehen, das hat auch zur Folge, dass der Austausch der Tafel nur 6730 Euro kostet, sehr zur Freude des CSU-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Schwab: "Auch Kleinvieh macht Mist."
"Längst überfällig"
Auch an der bisherigen Praxis, auf Sommerkirchweih, Altstadtfest und Weihnachtsmarkt hinzuweisen, wird festgehalten.
1#googleAds#100x100
Es wird jeweils nur das Datum ausgetauscht und nicht die gesamte Tafel erneuert. Die Tafeln stießen im Ausschuss auf allgemeines Wohlgefallen. "Das war schon längst überfällig", kommentierte Siegbert Sendner (SPD) der allerdings die Auflistung der Partnerstädte vermisste. Auch das "Willkommen" in sieben Sprachen wird auf den neuen Schildern aus Platzgründen nicht mehr zu finden sein. Nach Auffassung des Bürgermeisters genügt "Welcome to Herzogenaurach" und für die Nennung der Partnerstädte bietet sich eine andere Lösung an, wie sie auch bei den Nachbarstädten praktiziert wird.
Einen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag hatte Curd Blank (SPD) für die eigentlich leere Rückseite.
"Man könnte doch ,Achtung Sie verlassen Herzogenaurach und betreten den Landkreis' draufschreiben."
Nachbesserungswünsche
"Das geht nicht, denn die Tafeln stehen schräg zur Straße und sind von hinten nicht zu lesen", erklärte Anja Wettstein und schmunzelte. Als gute Entscheidung lobte auch Renate Schroff (SPD) die Präsentation. Sie bemängelte aber die Silhouette der Stadt als zu schwach und den Schriftzug "herzo" als zu groß.
Ähnlich argumentierte Bernhard Schwab und regte an, die Feste nicht erst zwei Wochen vorher anzukündigen, sondern viel früher. "Tolle Arbeit", lobte Franz-Josef Lang (CSU), der sich allerdings mit dem Begriff "herzo" nicht anfreunden kann. ",herzo' stört mich und hat mir schon immer wehgetan. Schon, als das die Amerikaner immer sagten", meinte der CSU-Stadtrat. Aber er beuge sich selbstverständlich der Mehrheit, fügte er noch an.
Kurz und knackig
Wegen der Veranstaltungsankündigungen wies Jochmann darauf hin, dass sich manche Termine bei den Ankündigungen überschneiden würden und mehr Text nicht sinnvoll sei. "Das muss der Vorbeifahrende lesen und erfassen können, wie einen Wegweiser", erklärte Jochmann.
Wegen des Kontrasts, der durch den Beamer falsch wiedergegeben wurde, soll es erstmal einen Probedruck geben. Auf Nachfrage erklärte Judith Jochmann, dass die neuen Schilder schon nach der Sommerkirchweih montiert werden könnten.