Von Herzogenaurach über Dondörflein, Falkendorf und Weisendorf bis nach Reuth ist am Sonntagabend ein Autofahrer vor der Polizei geflüchtet. Wie es im Pressebericht heißt, wollte eine Streife gegen 21.30 Uhr in der Ansbacher Straße einen silberfarbenen Opel kontrollieren. Als der Fahrer bemerkte, dass er angehalten werden sollte, gab er Gas und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen.

Von der Ansbacher Straße in Herzogenaurach flüchtete der Fahrer zunächst weiter Richtung Dondörflein. In Dondörf-lein ging es mit massiv erhöhter Geschwindigkeit durch den Ortskern hindurch. Anschließend bog der Fahrer nach rechts Richtung Falkendorf ab. Die Verfolgungsfahrt führte weiter von Falkendorf über Buch nach Weisendorf. Dort passierte der flüchtende Fahrer den Kreisverkehr und bog dann in Richtung Großenseebach ab.

Am Ortsende von Weisendorf ging die Verfolgungsfahrt weiter in Richtung Reuth. Anschließend drehte der Flüchtende eine Runde durch Reuth, um über die Reuther Waldstraße wieder links Richtung Weisendorf zu flüchten. In Reuth kam es zu einem leichten Verkehrsunfall in der Reuther Waldstraße, bei dem der Fahrer endgültig die Kontrolle verlor und den Pfahl eines Weidezaunes touchierte. Dies hinderte ihn aber nicht daran, seine Fahrt fortzusetzen. Am Ortsende von Reuth bog er in einen Feldweg ab, welcher weiter in Richtung Reinersdorf führt.

Die wilde Fahrt endete unbeeindruckt vom ersten Unfall letztendlich auf einem Waldweg in einem Waldstück zwischen Reuth und Reinersdorf. Dabei versuchten der Fahrer und eine weitere Person zunächst, zu Fuß zu flüchten. Dies gelang ihnen jedoch nur kurzfristig. Ein dritter Fahrzeuginsasse wurde vor Ort festgehalten.

Riskante Überholmanöver

Während der Flucht gefährdete der Fahrer nicht nur die Insassen seines Autos, sondern auch entgegenkommende Fahrzeuge durch seine überhöhte Geschwindigkeit, das riskante Überholen und das Anschneiden von Kurven. Hier gab es laut Angaben der Polizei insbesondere auf der Strecke von Dondörf-lein über Falkendorf nach Weisendorf immer wieder Gegenverkehr, der zum Ausweichen oder Abbremsen gezwungen war.

Drogen im Blut und im Auto

Schnell stellte sich für die kon-trollierenden Beamten heraus, warum der Fahrer ohne Rücksicht auf die Unversehrtheit seiner Beifahrer und anderer Verkehrsteilnehmer gefahren war. Zum einen stand der Mann augenscheinlich unter Drogeneinfluss, war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und hatte zudem noch weitere Drogen im Fahrzeug befördert.

Die Polizei Herzogenaurach sucht in diesem Zusammenhang Verkehrsteilnehmer, die mit ihrem Fahrzeug ausweichen oder abbremsen mussten, um nicht mit dem entgegenkommenden Fahrzeug zu kollidieren, oder die eventuell sogar gestreift wurden, sowie weitere Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Diese werden gebeten, sich mit der Polizei Herzogenaurach persönlich oder unter Telefon 09132/78090 in Verbindung zu setzen. pol