Zum 500. Jubiläum des deutschen Reinheitsgebots veranstaltet die Berufsschule II Bamberg die Aktion "Bamberger Seidla" am Samstag, 4. Juni. Dabei handelt es sich um einen Wettbewerb rund um das Thema Bier mit theoretischen und praktischen Aufgaben für Azubis im Gastgewerbe. Organisiert wird der Tag unter anderem von Tobias Pietsch (44), der als Fachoberlehrer für Gastronomie an der Berufsschule II unterrichtet.

Muss man Berufsschüler noch auf den Geschmack bei "Bamberger Seidla" bringen?
Tobias Pietsch: Wir wollen mit diesem Wettbewerb die Karrierechancen, die Kreativität und auch die Freude an den Berufen Hotelfachkraft, Restaurantfachkraft sowie Fachkraft im Gastgewerbe verdeutlichen. Die Zahl der Auszubildenden in der Gastronomie ist in den letzten Jahren sehr rückläufig. Wir hoffen, mit solchen Wettbewerben das Interesse der Jugendlichen an diesem Berufsfeld zu wecken. Ziel ist es, die Leistungen, Kreativität und das Können der Auszubildenden in der Gastronomie zu würdigen.

Worauf müssen sich die Teilnehmer am Samstag einstellen?
Die Teilnehmer sind alles Auszubildende von gastronomischen Betrieben aus Bamberg und dem Umkreis. Sie müssen zuerst Fragen über Herstellung, Inhaltsstoffe und Geschichte des Bieres beantworten. Als zweite Aufgabe müssen sie einen selbst kreierten oder einen aus ihrem Ausbildungsbetrieb angebotenen Biercocktail vor einer Jury herstellen. Danach geht es um schnelles aber trotzdem sauberes Einschenken verschiedener Bamberger Biere. Die Jury wird aus Frau Staub, der Inhaberin der Brauerei "Drei Kronen" aus Memmelsdorf, dem Bier-Sommelier Karl-Ludwig Rieck und dem Bamberger Bierkenner und Autor Markus Raupach bestehen. Moderiert und mit dem nötigen Humor verfeinert wird dies alles von dem bekannten Schauspieler und Chansonnier Arnd Rühlmann.

Welches Bamberger Bier schmeckt Ihnen selbst denn am besten?
Mir schmecken die Bamberger Biere allgemein sehr gut. Besonders die kleinen Brauereien aus Bamberg und dem Umland produzieren hervorragende Biere. Das "U" vom Mahr, die Biere von "Holla-die-Bierfee" und auch das Bernsteinweizen vom Ambräusianum schmecken mir besonders gut.

Und wo trinken Sie Bier am liebsten?
Im Sommer ganz klar auf einem Bamberger Keller, passend zu den regionalen Brotzeiten.
Die Fragen stellte
Michael Memmel


"Machen wir es kurz" heißt unser neues Kurzinterview, in dem wir aktuelle Themen aufgreifen.