Bezüglich der Kanalsanierung in Weißenohe informierte der Weißenoher Geschäftsführer Stefan Kohlmann von der Verwaltungsgemeinschaft den Gemeinderat: "Seit Jahren gibt es ein Härtefallprogramm, damit bedürftige Gemeinden für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Gelder erhalten können." Die beitragsrechtlichen Auswirkungen pro Anwesen sehen so aus: Möglich ist die Sanierung in Etappen oder die gleichzeitige Bearbeitung innerhalb der nächsten vier Jahre.
So würde man in das Härtefallprogramm fallen und könnte so einen Zuschuss von 760 000 Euro erhalten. Das hieße, 2,2 Millionen Euro bis 2020 zu verbauen. Für den durchschnittlichen Grundstücksbesitzer kommen dann Kosten in Höhe von 3719 Euro zu. Im anderen Fall, sind es 1827,64 Euro pro Beitragsfall.


Erhebliche Belastung

Carmen Stumpf (FWG) warf ein, dass diese Kanalsanierung nicht isoliert betrachtet werden könne. Über dem Kanal befinden sich Wasserleitungen und darüber die Straße. Eventuelle Schäden in der Trinkwasserleitung oder der Straße müssten dann gleich mit ausgebessert werden. "Für den Bürger ist das dann schon ein Gesamtpaket", sagte Stumpf über die Kosten.
Aber sie stimmte dem VG-Geschäftsführer zu, dass es billiger sei, alles in einem Aufwasch zu sanieren. Auch Reinhard Schuhmann (WGA) ist nicht ganz wohl bei der Sache. Die im Haushalt angesetzten 100 000 Euro pro Jahr seien zu pauschal berechnet. "Mit den Gebühren der Abwasserkalkulation kommen wir in einen Bereich, der manchen hart trifft", mahnte Schuhmann. Denn durch die neue Kalkulation, ergab sich für die Jahre 2017 bis 2020 ein Preis von 4,95 Euro pro Kubikmeter Wasser. Die Kalkulation würde dann nochmals um zwei Drittel erhöht werden müssen.
Bürgermeister Rudolf Braun (FW) und Stefan Kohlmann bestätigten, dass der durchschnittliche Verbrauch von 30 Kubikmeter pro Person 50 Euro mehr im Monat oder 600 Euro im Jahr ausmache.