An der Schnittstelle zwischen Bier-und Weinfranken in Unterhaid wurde symbolisch die Weinlese 2020 gestartet. Im Weinanbaubetrieb Hummel-Popp, der kleinste Weinanbaubetrieb in Unterhaid mit rund 3500 Quadratmetern Anbaufläche, erfolgte die erste Lese der Weintrauben für den Müller- Thurgau. Und die Erwartungen an einen guten Jahrgang seien groß, berichtet Werner Hummel laut der Pressemitteilung aus dem Landratsamt.

Trotz der aktuell warmen Temperaturen und der Wasserknappheit, was auch zukünftig zu einem verstärkten Problem führen kann, sei man guter Dinge. Zur kalten Sophie im vergangen Mai ist eine Vielzahl von Trauben erfroren, so dass der Ertrag in diesem Jahr geringer ausfallen wird als in den vergangenen Jahren.

Unterstützung zugesagt

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz zeigte sich erfreut, dass auch in der Genussregion Oberfranken Wein mit dieser Qualität angebaut wird. Sie erinnerte aber auch an die Turbulenzen, die nach dem Volksbegehren "pro Biene" und den Corona- Einschränkungen hinter den Winzern liegt. Sie sicherte allen Weinbaubetrieben in ihrem Regierungsbezirk bei weiteren Erschließungen von Weinanbauflächen ihre Unterstützung zu.

Voller Zuversicht blickte auch Landrat Johann Kalb auf den Jahrgang 2020. Seinen traditionellen Besuch bei der Weinlese in seinem Landkreis bezeichnete er als "Highlight" im Landratsjahresablauf. Zugleich sei er stolz, dass die Winzer der Gemeinde Oberhaid auf Qualität setzen.

Bürgermeister Carsten Joneitis sprach an, dass man auf alle Winzer in der Gemeinde richtig stolz sein könne. Mittlerweile käme auch eine neue Winzergeneration hervor, was die Standortsicherung der einzelnen Weinanbaubetriebe betrifft. Außerdem habe er die Hoffnung, dass als Folge der Pandemie ein Umdenken beim Verbraucher stattfinden wird, und sich regional erzeugte, hochwertige Lebensmittel wie der Wein durchsetzen werden.

Sein Bürgermeisterkollege und Abt-Degen-Vorsitzender Thomas Stadelmann aus Zeil am Main ist sich sicher, dass der Wein im Abt-Degen-Weintal, zu der ja Unterhaid gehört, noch mehr in die regionale Vermarktung mit eingebunden wird und sich dadurch auch die Wertschöpfung im Weinbau verbessere.

Einen Einblick in die Qualität der Weine des Anbaubetriebs konnten sich zum Abschluss der Weinlese die Gäste mit einer kleinen Weinprobe der vor kurzem prämierten Weine durch den Fränkischen Weinverband verschaffen, bei der Winzer Claus Raab die einzelnen Weinsorten wie den Dornfelder oder der Müller-Thurgau mit deren Qualität vorstellte. red