Wasserwacht will Nachwuchs fördern und neue Helfer gewinnen
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Kulmbach, Montag, 16. Mai 2016
Trotz anderslautender Wetterprognosen zeigte der Himmel Wohlwollen und bescherte der Kulmbacher Wasserwacht beim Anschwimmen, mit dem traditionell jährlich ...
Trotz anderslautender Wetterprognosen zeigte der Himmel Wohlwollen und bescherte der Kulmbacher Wasserwacht beim Anschwimmen, mit dem traditionell jährlich die Freibadsaison eröffnet wird, zwar kein warmes, aber zumindest trockenes Wetter. Mutig stürzten sich die Jüngsten der inzwischen 50 Mitglieder starken Kinder- und Jugendgruppe hinter dem Jugendleiter Walter Feyer ins kühle Nass und zogen ihre Bahnen.
Im Anschluss daran zeigten die drei Jugendlichen Emma-Jean Roth, Jasmin Prawitz und René Wiefek den Besuchern verschiedene Abschlepptechniken im Wasser. "Wir freuen uns riesig, dass wir inzwischen eine solch starke Jugendgruppe aufbauen konnten", sagte Gerhard Spindler, Leiter der Wasserwacht-Ortsgruppe Kulmbach.
Die Förderung des Nachwuchses wolle die Wasserwacht auch weiter betreiben.
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So werden künftig beim Training im Freibad zwei Bahnen für ein sicheres Training und Ausbildung abgetrennt, die aktuellen Rettungsschwimmer Bronze werden zum Abzeichen Silber weitergeführt, es werden Schnorchelabzeichen abgenommen und Schnuppertauchgänge durchgeführt. "Weiterhin wollen wir wieder Goldabzeichen abnehmen und weitere Rettungsschwimmerlehrgänge anbieten."
Ein Highlight wird das Gründungsfest am 26. Juni sein, bei dem 70 Jahre Wasserwacht Kulmbach gefeiert werden. Doch auch für die Erwachsenen möchte die Ortsgruppe etwas tun. "Für den aktiven Dienst fehlen dennoch Leute", erzählte Andrea Senf. "Wir haben Jugendliche und Senioren, aber die Altersgruppe dazwischen ist nahezu weggebrochen." Deshalb wird es ab Herbst für alle interessierten Erwachsenen ein regelmäßiges Training im Kulmbacher Hallenbad geben.
BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold lobte, wie auch Oliver Voss von den
Stadtwerken Kulmbach, das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder: "Es gibt noch immer sehr viele junge Menschen, die nicht schwimmen können, daher ist eure Arbeit so wichtig." Auch der ehrenamtliche Dienst am Becken sei für ein Bad wie das Kulmbacher Freibad unerlässlich, sonst könnte man die günstigen Eintrittspreise gar nicht halten. "Und das Beste ist: Wir sind bei euch in sicheren Händen", ergänzte Bürgermeister Frank Wilzok.