Was wird aus der Brauerei?
Autor: Werner Höchstetter
Litzendorf, Dienstag, 10. März 2020
Ein Architekt stellt den Litzendorfer Räten Pläne für eine künftige Nutzung des Areals in Melkendorf vor.
Werner Höchstetter Der ÖPNV und die "Revitalisierung" der ehemaligen Brauerei Winkler in Melkendorf standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung im Litzendorfer Rathaus.
Architekt Ronald Scherzer-Heidenberger vom Architekturbüro Scherzer Architektenpartnerschaft aus Nürnberg erläuterte die Vorgehensweise, um das Areal der ehemaligen Brauerei wieder zu ertüchtigen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Raimund Köhler wurde auf seine Anfrage erwidert, dass die Planungen "auf der Basis der früher erfolgten Machbarkeitsstudie" erfolgen. Es dürften jedenfalls laut Erstem Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) "nicht jeden Monat bedeutende Defizite entstehen".
Die Kosten spielen auch bei der endgültigen Ausgestaltung des Busfahrpläne eine große Rolle, sowohl für die Kunden als auch für die Gemeinde. Derzeit laufen noch die Berechnungen der Stadtwerke Bamberg unter Einbeziehung des Busunternehmens Metzner-Hennemann. Ein Ergebnis sei noch im März zu erwarten.
Diplom-Geografin Brigitte Weinbrecht vom Landratsamt Bamberg berichtete von einem Umdenken der Landwirte in puncto Biotopschutz. Bürgermeister Möhrlein ergänzte, dass die Gemeinde bereits zahlreiche Biotopflächen besitze und sich in Sachen Umweltschutz "nicht hinter anderen Gemeinden verstecken muss". In der Zukunft werden weiterhin die Fördermöglichkeiten von Flächen für den Naturschutz ausgelotet. Georg Lunz (Grüne) berichtete, dass viele Landwirte sehr verärgert seien, weil Biberschäden nicht ausreichend ausgeglichen würden.
Energiebedarf reichlich gedeckt
Michael Kummer (CSU) betrachtet eine Beweidung von Gemeindeflächen mit Schafen als schwierig, da diese "alle Pflanzen fressen, auch den Wacholder".
Von Erfolgserlebnissen in Sachen Energieautarkie im Bereich Strom sprach Geschäftsleiter Günther Rahm. Den drei Bürgerwindrädern sei es zu verdanken, dass die Gemeinde eine Deckung des Energiebedarfs mit mittlerweile 175 Prozent aus erneuerbaren Energien schaffe. Somit ist Litzendorf ein Vorreiter in Sachen Energiewende. Zu den Umweltschutzbemühungen passt die Absichtserklärung, künftig im Gemeindegebiet Plastik zu vermeiden.