Warum auf die grüne Wiese bauen?
Autor:
Küps, Montag, 25. November 2019
Zum Artikel "Küps plant Bauplätze in Toplage" vom 21.11.2019: Mit Volldampf in die Klimakatastrophe. Allein der Satz "noch ist hier nur Wiese ....." hat mich betroffen gemacht, denn es suggeriert dem ...
Zum Artikel "Küps plant Bauplätze in Toplage" vom 21.11.2019: Mit Volldampf in die Klimakatastrophe. Allein der Satz "noch ist hier nur Wiese ....." hat mich betroffen gemacht, denn es suggeriert dem Leser, dass eine Wiese anscheinend wertloses Land ist. Grund und Boden ist ein kostbares und teures Gut, das nicht vermehrbar ist und das es zu bewahren gilt, denn es geht letztlich nicht allein um Natur und Umwelt, sondern um die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen.
Warum muss es immer eine grüne Wiese sein, um Bedürfnisse des Menschen nach eigenem Heim, nach den eigenen vier Wänden zu befriedigen, oder gibt es nicht auch noch andere (Beispiele dafür gibt es), landschaftsschonende, zukunftsorientierte Lösungen, Wohnraum zu beschaffen?
Die zu erschließenden Bauplätze in Küps, Ortsteil Burkersdorf mögen allein für sich nur ein kleiner Baustein in Sachen Flächenverbrauch sein, aber die Summe der einzelnen Bausteine ergibt dann das erschreckende Bild einer Fläche in der Größenordnung von ca. 20 Fußballfeldern, die täglich durch Versiegelung/Flächenfraß als Natur verloren gehen.
Schade, dass der Vorstoß von B`90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, den stetigen Flächenverbrauch per Gesetz zu begrenzen/halbieren, gescheitert ist, es wäre sicher eine gute, in die Zukunft gerichtete Entscheidung, auch im Sinne von Nachhaltigkeit, gewesen.
Schade, dass es früher bei Zeitungsartikeln auch manchmal einen kritischen Kommentar durch Redakteure, kritisch, im Sinne von Hinterfragen gegeben hat, was man heute oft vergebens in der Medienlandschaft sucht. Klaus Seifert Kronach