Für die Bundestagswahl im September wird in Münnerstadt in den Ortschaften jede beantragte Wahlwerbung genehmigt, sofern die Sicherheit des Verkehrs gewährt wird. Dabei ist die Chancengleichheit der Parteien entsprechend zu berücksichtigen. So lautet der einstimmige Beschluss bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Einen Antrag des Kreisverbandes der Grünen auf ein großflächiges Plakat an der Seger-Kreuzung hatte die Verwaltung zum Anlass genommen, das Thema prinzipiell auf den Tisch zu bringen. In manchen Gemeinden ist das Plakatieren in eigenen Satzungen geregelt.

Der Stadtrat hatte sich am 25. November 2019 mit einer Plakatierungsverordnung befasst, aber keinen Beschluss gefällt. Er habe sich den Entwurf jetzt noch einmal angesehen, sagte Bürgermeister Michael Kastl (CSU). "Ich sehe momentan keinen Bedarf", sagte er. Es werde vielleicht späte Anlässe für eine Plakatierungsverordnung geben, jetzt brauche man sie aber nicht.

Somit wird bei der anstehenden Bundestagswahl Wahlwerbung immer genehmigt, außer beispielsweise an Ampeln oder Lichtmasten mit Verkehrszeichen.

Im Bundeswahlgesetz gebe es ganz wenige Bestimmungen dazu und er sei mit dem Vorschlag der Verwaltung auch einverstanden, sagte Leo Pfennig (Freie Wähler) dazu. "Was aber nicht geht ist, dass man sich jetzt schon die guten Plätze reserviert", sagte er.