"Die vergangenen Monate haben bewiesen, wie flexibel unsere VR-Bank mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die neuen Herausforderungen reagiert hat", sagte Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Sebastian Hose aus Hammelburg, zur Eröffnung der Mitgliedervertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Bad Kissingen eG im großen Saal des Hotel Frankenland in Bad Kissingen. Er machte deutlich, dass die Corona-Pandemie die privaten Lebensumstände, aber auch das berufliche und wirtschaftliche Leben weitreichend verändert hat. In der Beratung und im Miteinander mit den Kunden habe sich gezeigt, dass die Genossenschaftsbank auch in unsicheren Zeiten Sicherheiten biete. Dem Vorstand der VR-Bank bescheinigte er eine gelungene Bankführung: "Die betriebswirtschaftlichen Ziele wurden erreicht!" Die Bank sei gut aufgestellt, um ihren qualitativen Kurs fortzusetzen. Mitgliedervertreter Alexander Böse übernahm die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates durch die Mitgliedervertreter, der Genossenschaftsverband Bayern erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk, die Geschäfts- und Risikostrategien seien auf eine nachhaltige Entwicklung der Bank ausgerichtet.

Vorstandssprecher Rainer Geis umriss auch die schwierige Situation der VR-Bank in Zeiten der Corona-Krise. Abteilungen wurden aufgeteilt, mobiles Arbeiten ermöglicht. Es gelang, die Geschäftsstellen wie gewohnt für die Mitglieder und Kunden zur Verfügung zu stellen. Geis freute sich, dass das Kreditgeschäft deutlich ausgebaut werden konnte. Im Heimatmarkt konnten neue Kredite in Höhe von rund 156 Millionen Euro vergeben werden, die neu gegründete VR-Bank BeratungsGmbH trug wesentlich zum Wachstum des Kreditgeschäftes bei. Der Umbau der "Lieblingsbank" sei gelungen, mit der Fusion im Jahr 2018 habe man sich deutlich zu einer Kreditgenossenschaft entwickelt. Auch die Entwicklung auf dem Aktienmarkt war in 2021 eine gute. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Zuwachs von 15,8 Prozent.

Vorstand Michael Kaiser erläuterte die wichtigsten Bilanzzahlen. So betrug das betreute Kundenvolumen 2,2 Milliarden Euro. Diese Zahl zeige das Vertrauen der Kundschaft in die Ehrlichkeit und Qualität der Bank. Der Zinsüberschuss lag bei gut 15,7 Millionen Euro und der Jahresüberschuss bei 1,5 Millionen Euro. Nach Einstellungen in Rücklagen und einer Dividendenausschüttung von zwei Prozent auf Geschäftsguthaben, diese entspricht gut 123.000 Euro, konnte die größte Genossenschaftsbank des Landkreises einen Bilanzgewinn von 843.000 Euro ausweisen. "Die Genossenschaftsbanken werden als die sichersten Banken gesehen", gab Kaiser einen Ausblick auf 2022: "Operativ sind wir gut gestartet", wenngleich der historische Zinsanstieg belaste, die Inflation liege aktuell bei 8,6 Prozent, gemeinsam lasse sich auf der Grundlage von Vertrauen die Zukunft aktiv gestalten: "Durch die Pandemie ist vieles digital möglich geworden, wir konnten als starke Regionalbank überzeugen und Stütze für Kunden in schwierigen Situationen sein", die unter den Coronafolgen zu leiden hatten.

Vorstand Roland Knoll stellte interessantes Zahlenmaterial vor: So wird die VR-Bank getragen von 20.479 Mitgliedern, im vergangenen Jahr wurden 18.836 Beratungen durchgeführt und 374.155 Euro an Bonus und Dividende ausgeschüttet. Mit über 1 Million Euro Steuern beweise das Kreditinstitut seine Finanzstabilität, die Kaufkraft in Höhe von 5,6 Millionen Euro wurde in den Landkreis gespült.

Stolz war Knoll auf die sozialen Projekte, die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Gewinnsparverein gefördert wurden: Knapp 60.000 Euro wurden hier zur Verfügung gestellt, 37 Mal wurden Vereine und gemeinnützige Einrichtungen im Landkreis unterstützt. Für das nächste Jahr sollen 2600 SOS-Boxen für die ältere Bevölkerung angeschafft werden. Außerdem sollen alle 71 Kindergärten im Landkreis die Möglichkeit bekommen, ein Hochbeet zu erhalten. Damit unterstützt die VR-Bank die Aktion des Gewinnsparvereins, der bayernweit 2500 solcher Hochbeete verteilen will. "Binden Sie uns bei anstehenden Maßnahmen in Ihrem Verein mit ein", warb Knoll. Gerne unterstütze die VR-Bank nachhaltige Projekte.

Und dass Nachhaltigkeit in der Bank Groß geschrieben wird, stellte Vorstand Jürgen Klubertanz dar. Die VR-Bank habe eine Projektgruppe Nachhaltigkeit gegründet, es gebe die Möglichkeit des Jobrades, der Fuhrpark werde um E-Autos erweitert, immer mehr Kunden auf Online-Banking umgestellt, Kundenunterlagen und Akten digitalisiert.

Reine Formsache war die Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Paula Vogler, Volker Roth und Bianka Köth. Ihre Amtszeit war turnusmäßig abgelaufen. red