Viel erreicht mit Gemeinsinn
Autor: Christian Licha
Breitbrunn, Freitag, 08. November 2019
Bei Bürgerversammlungen in der Gemeinde Breitbrunn zog Bürgermeisterin Bühl auch eine Bilanz ihrer Amtszeit.
"Breitbrunn ist eine Wohlfühlgemeinde für alle Generationen." Mit diesen Worten ließ Bürgermeisterin Gertrud Bühl (FW) in dieser Woche bei den Bürgerversammlungen in Breitbrunn, Kottendorf und Lußberg vergangene Maßnahmen Revue passieren und hielt einen Ausblick auf bevorstehende Projekte.
Mit zurzeit 1070 Bürgern sei die Einwohnerzahl seit Jahren nahezu stabil. Die Gemeinde Breitbrunn dürfe sich als die jüngste Gemeinde im Landkreis bezeichnen. Es gebe keine Leerstände und junge Familien zögen gerne in die "Heiligen Länder". Zurzeit sei in Breitbrunn und Lußberg noch ein Bauplatz im gemeindlichen Besitz frei, während es in Kottendorf zwei sind. Der Gemeinderat stellt derzeit Überlegungen bezüglich weiterer Erschließung in Breitbrunn an.
Obwohl die Gemeinde kein hohes Steueraufkommen habe, gelang es unter der Führung von Bürgermeisterin Bühl, den Schuldenstand während ihrer Amtszeit nahezu auf Null zu bringen. "Von 579 000 Euro zu Beginn des Jahres 2008 haben wir nun Ende 2019 einen Darlehensrest von rund 6805 Euro", erklärte Bühl.
Die hervorragende Schlagkraft und Zusammenarbeit aller freiwilligen Feuerwehren im Gemeindegebiet hob Bühl hervor. Sie zollte ihren Respekt und Anerkennung gegenüber den Ehrenamtlichen, die sich zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen. So haben zum Beispiel die Helfer der Feuerwehr Lußberg rund 700 Stunden in ehrenamtlicher Eigenleistung bei der Sanierung ihres Feuerwehrhauses eingebracht. Dies stärke auch den Gemeinschaftssinn und aus Reihen der Helfer war laut Bühl zu hören: "Wann machen wir wieder mal so ein Projekt?"
Ein besonderes Anliegen war es der Bürgermeisterin, die Gemeinde an einem Hochwasser-Audit teilnehmen zu lassen. Mit Fachleuten wurden hier Themen wie natürlicher Wasserrückhalt, Bauvorsorge und lokale Gefahrenabwehr behandelt, um auf künftige Hochwasserer-eignisse besser vorbereitet zu sein. Die Kosten für den Audit belaufen sich auf 12 500 Euro, wovon die Gemeinde einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent erhält.
Eine umfangreiche Sanierung steht dem Kindergarten Breitbrunn bevor. Bereits am kommenden Montag werden die Kinder voraussichtlich bis Sommer 2020 ihr neues Domizil im Gemeindezentrum beziehen. Hier wurden die Jugendräume im Untergeschoss bedarfsgerecht hergerichtet und auch ein kleiner Sandspielplatz im Hof steht zur Verfügung. Mit Bauzäunen wurde das Außengelände zum Bach und dem Parkplatz abgesichert, um Gefahren ausschließen zu können.
In der Schwebe
In Sachen des geplanten Mobilfunkmasten in Breitbrunn gebe es momentan keine Neuigkeiten. Ein Bürger hat einen Pachtvertrag mit der Deutschen Funkturm abgeschlossen, wonach auf seiner Scheune ein Funkmast errichtet werden soll. Der Gemeinderat lehnte diesen Antrag mit einer Gegenstimme ab. Momentan prüft das Landratsamt die Angelegenheit.