Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League sind die Keglerinnen des SKC Victoria Bamberg ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Der Bundesliga-Tabellenführer gewann gegen den Ligarivalen KC Schrezheim mit 7:1 Mannschaftspunkten (MP) und 3615:3311 Kegeln und ist auf dem besten Weg zum Final Four in Podbrezova. Sina Beißer stach mit dem besten Ergebnis (641) hervor.
Im deutschen Viertelfinale vertrauten die Bamberger Damen wie die Herren auf ihr bewährtes Starttrio, bestehend aus Beißer, Kastner und Kicker, während Schrezheim mit Sokac, Margarete Lutz und Schneider das Spiel aufnahm. Beißer zeigte vom Start weg eine meisterhafte Leistung und sollte das Maß aller Dinge in diesem Spiel werden. Über 174, 145, 170 und 152 Holz (262 Abräumen!) kam sie gegen Sokac zu einem 4:0 nach Sätzen und sorgte mit 641:539 für ein gutes Polster. Diese Polster sollte Kastner gegen "Maggy" Lutz noch ausbauen, da sie mit 604:560 bei Satzgleichstand vorne lag und somit den zweiten MP für Bamberg einfuhr.
Im Duell der Nationalspielerinnen Kicker und Schneider erwischte der Gast aus Schrezheim mit 138:130 den besseren Start. Dies sollte allerdings der einzige Satzgewinn von Schneider, die angeschlagen ins Spiel ging, bleiben. Kicker gewann die Folgesätze mit den Ergebnissen von 153, 165 und 157, und so ging auch der MP mit 3:1 Satzpunkten (SP) bei 605:518 an die Bambergerin. Der SKC Victoria führte somit nach dem Starttrio mit 3:0 MP und hatte bereits einen enormen Vorsprung von 233 Kegeln.
Nun betraten Wlodarczyk, Dollheimer und Maricic für Bamberg sowie Knodel, Barth und Kathrin Lutz die Bahnen für den Schlussakkord. Alle Zuschauer im Sportpark fragten sich, ob den Bambergerinnen erneut ein 8:0-Sieg gelingen würde, wonach es auch lange aussah. Maricic, die sich im ersten Satz mit 156:152 zum Sieg strecken musste, hatte in den folgenden Sätzen weniger Probleme. Nach 143:115 für Maricic reagierte Schrezheim und brachte Schupp für Kathrin Lutz ins Spiel, der man die lange Spielpause anmerkte.
Doch auch Schupp konnte zunächst nichts ausrichten und unterlag mit 157:130, was das 3:0 nach Sätzen bedeutete. Mit dem sicheren MP im Gepäck war es auch zu verschmerzen, dass Schupp mit 143:141 zum 3:1-Anschluss kam, wobei aber Maricic immer noch mit 597:540 vorne lag.
In einem weiteren Duell zweier Nationalspielerinnen zwischen Dollheimer und Barth zeigte Dollheimer ein verbessertes Spiel. Lohn dafür waren drei Satzgewinne in Folge, womit sie sich vorzeitig den MP sicherte. Barth erzielte mit abschließenden 156:135 und insgesamt 580 Kegel das beste Schrezheimer Ergebnis, wenngleich auch der MP an Dollheimer bei 3:1 SP und 587:580 ging.
Ein ganz enges Duell lieferten sich Wlodarczyk und Knodel, die sich zu Beginn mit 145:145 den SP teilten. Anschließend gewann jede Spielerin einen Satz, wobei zunächst Knodel in Führung ging, ehe Wlodarczyk zum 1,5:1,5 ausglich. Somit musste der letzte Satz die Entscheidung bringen. Beide lieferten sich weiterhin ein enges Duell, in dem Knodel mit 97:92 nach den Vollen vorne lag. Diesen kleinen Vorsprung verteidigte die Schrezheimerin und belohnte sich am Ende mit einem weiteren Satzgewinn (139:137) und dem MP. Somit war der Endstand hergestellt.
"Wir wollten uns heute eine gute bis sehr gute Ausgangssituation für das Rückspiel sowie für das vorrangige Ziel Final Four in Podbrezova erspielen. Mit dem 7:1 ist uns dies zur Freude aller gelungen. Wenn wir jetzt unsere normale Form im Rückspiel auf die Bahnen bringen, sollten wir das selbstgesteckte Ziel erreichen. Glückwunsch auch an Sina, die heute ein ganz starkes Spiel abgeliefert hat", meinte Bambergs Teamkapitänin Daniela Kicker. maha
SKC Victoria Bamberg -
KC Schrezheim 7:1
(16,5:7,5 Satzpunkte / 3615:3311 Holz)
Beißer - Sokac (4:0) 641:539
Kastner - M. Lutz (2:2) 604:560
Kicker - Schneider (3:1) 605:518
Wlodarczyk - Knodel (1,5:2,5) 581:574
Dollheimer - Barth (3:1) 587:580
Maricic - K. Lutz/Schupp (3:1) 597:540