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Vernetzung und Projekte im Fokus


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Kronach, Mittwoch, 03. Juli 2019

"Bei uns dreht sich alles um die Projekte", sagt Christian Zagel, Leiter des Studiengangs Zukunftsdesign der Hochschule Coburg. Der hohe Praxisanteil von 80 bis 90 Prozent sei das Alleinstellungsmerkm...


"Bei uns dreht sich alles um die Projekte", sagt Christian Zagel, Leiter des Studiengangs Zukunftsdesign der Hochschule Coburg. Der hohe Praxisanteil von 80 bis 90 Prozent sei das Alleinstellungsmerkmal des Masterstudiengangs. Während die Studenten lernen, sollen die regionalen Unternehmen und Organisationen gleichzeitig unterstützt werden. Zu Beginn des Semesters werden die Studenten den einzelnen Projekten zugelost. "Vorschläge werden von Unternehmen oder den Studenten eingereicht", erklärt Zagel. Das Ziel sei, den Studenten so viel Freiraum wie möglich zu geben. Im vergangenen Semester habe es beispielsweise Projekte zur Bienenrettung und zur Vermarktung der Coburger Jazz-Nacht gegeben.

Die Projektgruppen setzen sich aus sechs bis zehn Personen zusammen. "Unter den Studenten sind sowohl 22-jährige Bachelorabsolventen als auch 68 Jahre alte Rentner, der Großteil stammt aus der Region."

Ursprünglich sollten Unternehmen die Möglichkeit bekommen, ihre Mitarbeiter zur Weiterbildung zu schicken. "Über das Internet und weil der Studiengang in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen wird, ist die Anziehungskraft größer als gedacht", berichtet Zagel.

Für die Ausstellung der Projektarbeiten des Masterstudiengangs wurde mit der Kühlenzpassage erstmals ein Ort in der Innenstadt ausgewählt: "Die Sichtbarkeit und Wahrnehmung des Angebots bei der Bevölkerung soll gestärkt werden", meint Hans Rebhan. Wer Samstagvormittag in der Stadt unterwegs ist, nimmt sich vielleicht die Zeit, sich die Projekte der Studenten anzusehen, sagt der Vorstandssprecher des Innovations-Zentrums Region Kronach (IZK) weiter. Zagel hofft, dass viele Studieninteressierte und Unternehmen zu der Präsentation kommen.Dass der Studiengang in Kronach angesiedelt wurde, sei vor allem der Wirtschaftsstärke der Region zu verdanken. "Die Unternehmen sind breit aufgestellt", sagt Rebhan, so würden die Chancen zur Vernetzung untereinander steigen. "Die Studenten kommen aus ganz Deutschland und aus den unterschiedlichsten Branchen", berichtet Rebhan. Die einzige Voraussetzung zur Einschreibung ist ein abgeschlossenes Erststudium.

Durch die Zusammenarbeit der Studenten sollen neue Sichtweisen entstehen. "Das Ziel ist es, den Blickwinkel bezüglich bestehender Themen und Probleme zu verändern", sagt Rebhan. Der entscheidende Vorteil seien dabei die unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Studenten mitbringen. cd