Verlagerung noch nicht entschieden
Autor: Redaktion
Kulmbach, Dienstag, 14. November 2017
Für die Schaffung des Grünen Zentrums in Kulmbach wurden weitere Schritte mit den Verantwortlichen vor Ort abgestimmt.
Das Grüne Zentrum in der Kulmbacher Spinnerei soll die Stadt stärken, aber keinesfalls das Umland schwächen. Das betonte der Amtschef des Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Hubert Bittlmayer, bei einem Treffen mit Oberbürgermeister Henry Schramm, Landrat Klaus Peter Söllner und dem Leiter des Landwirtschaftsamtes, Guido Winter. So sei entgegen anderslautender Meldungen noch nicht entscheiden, wie es mit dem Forstamt in Stadtsteinach weitergehe.
Kurze Wege für Mitarbeiter und Nutzer, Bündelung von Kompetenzen und Ansprechpartnern, mehr Service für die Bürger - so könnte man die Idee der Grünen Zentren auf den Punkt bringen. Zwei solcher Zentren hat die Bayerische Staatsregierung in Oberfranken genehmigt - eines davon in Kulmbach. Hubert Bittlmayer: "Wir wollen in Kulmbach eine Einrichtung aufbauen, die von Nutzen für die ganze Region ist. Wir als Staatsministerium legen den Grundstein mit unseren Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten sowie dem Kompetenzzentrum für Ernährung. Ziel ist aber, dass sich nach und nach weitere Partner anschließen, wie zum Beispiel der Bauernverband oder der Maschinen- und Betriebshilfsring."
OB Henry Schramm und Landrat Klaus Peter Söllner machten Ministerialdirektor Bittlmayer in diesem Zusammenhang auf die Sorgen der Stadtsteinacher aufmerksam: "Das Forstamt ist eine bedeutende Einrichtung im Ortskern, die seit Jahrzehnten ihren festen Platz in hat - es wäre schön, wenn eine Lösung gefunden werden könnte, mit denen auch die Stadtsteinacher gut leben können", so OB Schramms Bitte an die Adresse von Amtschef Bittlmayer. Dieser versicherte, dass hierzu noch keine Entscheidung getroffen sei und man die Bedenken sehr ernst nehme.
In Bezug auf die Landwirtschaftsschule, die derzeit in Kulmbach an das Amt für Landwirtschaft in der Trendelstraße angedockt ist, zeichnet sich eine Kombi-Lösung ab. "Sitz der Schule soll auch im Grünen Zentrum in der Spinnerei sein. Wir prüfen auf Bitte von Landrat Söllner aber die Möglichkeit, ob Teile des Unterrichts wie Kochkurse im Beruflichen Schulzentrum durchgeführt werden könnten. Sollten dort die Lehrküchen den Anforderungen entsprechen, wäre es unnötig, wenige Hundert Meter entfernt in eine zweite Ausstattung zu investieren", so Bittlmayer.
Einig waren sich alle Beteiligten, dass mit der Spinnerei ein idealer Standort mitten in der Stadt für den Sitz des Grünen Zentrums gefunden wurde. Gerade in Zusammenhang mit der direkt in der Nähe geplanten Campus der Universität Bayreuth ergeben sich hervorragende Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Bittlmayer: "Ein großes Dankeschön an die Stadt, dass unsere Wünsche und Vorstellungen eins zu eins in den Architektenwettbewerb für die Spinnerei mit aufgenommen wurden". Ende März wird die Jury die Siegerentwürfe bekannt geben. Für die Umsetzung sind derzeit mehrere Optionen im Gespräch. OB Schramm: "Eine Variante ist, dass wir als Stadt die Baumaßnahme durchführen. Es ist aber auch denkbar, dass der Freistaat als Hauptnutzer des Gebäudes gleich selber baut. Das würde die Wege verkürzen und Zeit und Steuergelder sparen." Diesen Ansatz hatte der OB auch vergangene Woche in München mit dem Leiter der Obersten Baubehörde, Helmut Schütz, andiskutiert. Dort steht man diesem Vorschlag offen gegenüber. red