Anette Schreiber

Die Familie Ertl konnte nach langen Vorbereitungen und Verhandlungen gestern den Schritt an die Öffentlichkeit wagen. Grund für den gewählten Zeitpunkt ist, dass die Änderung des Bebauungsplanes, auf dem die Vorhaben fußen, nun Rechtskraft erlangt hat. Es ging schließlich auch darum, Lösungen zu finden, die für Bamberg und Hallstadt "verträglich" sind.
Karl-Heinrich Ertl, der auch namens der weiteren Geschäfts-führer, also den Geschwistern Gabriele, Ulli und Werner sprach, hob deutlich hervor, dass man eigentlich schon vor rund 20 Jahren Erweiterungspläne hatte, die bis zum nunmehr vierten Projekt immer weiter abgespeckt wurden und man nun unter dem Strich auf insgesamt 8000 Quadratmeter Verkaufsfläche verzichtete. Die Erweiterung und Arrondierung nannte Ertl deswegen notwendig, um dem Onlinehandel und Internet Paroli zu bieten.
2018 werden alle Vorhaben zur Ertl-Erweiterung umgesetzt sein. "20 Jahre nach den ersten Bemühungen ist man am Ziel angelangt", merkte Ertl durchaus süffisant an und "vor 20 Jahren hätten wir was ganz anderes auf die Beine gestellt".
Freilich sei es schon ärgerlich gewesen, dass ein Bebauungsplan zweieinhalb Jahre dauert. Aufgrund der komplexen Lage hatte es gedauert, bis die Vorhaben auch mit der Regierung abgestimmt waren. Ertl dankte hier auch ausdrücklich der Stadt Hallstadt für deren Unterstützung. Von Decathlon-Expansionsmanager Steffen Böhm, der auch die künftige Hallstadter Filialleiterin Vanessa Henning mitgebracht hatte, war zu erfahren, dass die Gewerbesteuer der Stadt Hallstadt zugute kommt.


Pionier auf extrem grüner Wiese

Karl-Heinrich Ertl versäumte nicht auf die langjährige Ertl-Firmentradition in Bayerns zweitgrößtem zusammenhängenden Gewerbegebiet hinzuweisen. Karl-Heinz Ertl hatte als Pionier auf der damals "extrem grünen Wiese" seine Kinder firmentechnisch ins Boot genommen. Er habe alle Kinder überzeugt, den gleichen Weg zu gehen.
Die junge Generation wolle mit den aktuellen Vorhaben zeigen, "was in uns steckt und das Ganze rund machen". Ertl zeigt sich überzeugt, man habe hier etwas geschafft, das der ganzen Region Aufrieb gibt.