Zum 12. Mal richtete die Regierung von Unterfranken im vergangenen Jahr die Unterfränkische Mathematikmeisterschaften für Grundschulen aus. Insgesamt beteiligten sich 7525 Schülerinnen und Schüler daran. Der erste Platz bei den Mädchen ging 2019 an Lucie Emmerth, die die vierte Klasse an der Henneberg-Grundschule in Garitz besucht. In einem dreistufigen Verfahren setzte sie sich gegen ihre Mitbewerberinnen durch: zunächst wurde sie Schulsiegerin, dann Landkreissiegerin und am 11. Dezember konnte sie schließlich auch den Bezirksentscheid in Würzburg gewinnen.

Auf die Frage, wie sie sich als Unterfrankens beste Rechnerin fühle, kommt prompt die Antwort: "Ganz normal". Ein paar Aufgaben habe sie vorher geübt, aber keinen allzu großen Aufwand betrieben. Mathematik zählt die Zehnjährige neben Sport zu ihren Lieblingsfächern. Beides wird sie brauchen können, wenn sich ihr Berufswunsch "Polizistin" erfüllen sollte.

In der Schule fühlt sich Lucie nach eigenen Angaben "pudelwohl", weil ihr Lernen Spaß macht und sie dort mit ihren Freunden zusammen ist. Und die Klassenkameraden, samt Lehrerin und Konrektorin Gunhild Seitz und Rektor Bernd Czelustek, sind mächtig stolz auf Lucie. Dass ihre guten Leistungen ihr hohes Ansehen in der Klassengemeinschaft verschaffen, zeigt auch die Tatsache, dass sie das Vertrauen ihrer Mitschüler als Klassensprecherin erhielt.

Beim Bezirksentscheid sei sie zunächst etwas nervös gewesen, berichtet Lucie. Nachdem die Lösungen veröffentlicht wurden, sei ihr aber schon klar gewesen, dass sie "ganz gut im Rennen liege". Die Urkunde erhielt sie aus den Händen von Regierungsvizepräsident Jochen Lange. "Da waren natürlich auch Mama und Papa mächtig stolz", freut sich die Viertklässerin. Wer denkt, dass Lucie nichts anderes tut, als für die Schule lernen, liegt weit daneben. Auf die Frage nach ihren Hobbies sagt sie spontan: "Oh, da gibt es viele." Fußball- und Handballspielen im Verein gehören ebenso dazu, wie Chorsingen, Saxophonspielen und Tanzen in der Faschingsgarde des BTC. kcb