Uniwell nennt konkrete Zahlen
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Eyrichshof, Mittwoch, 03. Juli 2019
Der Schlauchhersteller schafft in Eyrichshof neue Lagerkapazitäten, um beim Einstieg in die Sanitärbranche "just in time" liefern zu können. Bei einer Informationsveranstaltung wurden grundsätzliche Bedenken aus der Bevölkerung laut.
Ebern/Eyrichshof — Über den geplanten Bau eines Hochregallagers und die damit notwendige Änderung des Bebauungsplans informierten am Dienstag die Stadt Ebern mit Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und Vertreter der Firma Uniwell. 130 Bürger versammelten sich auf dem Vorplatz der Feuerwehr in Eyrichshof, darunter viele Sympathisanten der Bürgerinitiative (BI) gegen das Vorhaben.
Uniwell-Prokurist Johannes Bezdeka und der Leiter des Qualitätsmanagements, Thomas Limpert, gaben einen umfangreichen Einblick in die Entwicklung der Firma Uniwell und deren Zukunftspläne (der FT hat berichtet). Im Frühjahr 2018 wurde mit der Firma Kottmann aus Iserlohn ein jahrelanger Partner übernommen, der ebenfalls mit Rohr- und Schlauchsystemen auf dem internationalen Markt vertreten ist. Um den Anteil der Kunden in der Sanitärbranche zu stärken, werden neue Kapazitäten gebraucht, hieß es. Mit der Erweiterung sollen in der Produktion rund 35 neue Arbeitsplätze entstehen. Auch Prozesse, die noch in Iserlohn stattfinden, will man Stück für Stück nach Ebern verlagern.
Aktuell gibt es in Eyrichshof eine Lagerkapazität von gut 5000 Palettenstellplätzen, die für die Zukunft nicht ausreichen würden, so die Firmensprecher. Geplant sei der Bau in zwei Bauabschnitten. Zuerst wird die Halle eine Gesamtlänge von 130 Meter haben. Wenn der Platz dann immer noch nicht ausreichen sollte, kann in einigen Jahren der zweite Bauabschnitt folgen, der sich mit 70 Metern anschließen würde.
Mit 10 000 Stellplätzen im ersten Bauabschnitt und insgesamt 20 000 Stellplätzen im zweiten Bauabschnitt wäre die Firma gewappnet für die Zukunft, die sie in Ebern sieht. "Wir wollen den Standort stärken und sagen ,Ja‘ zu Ebern", sagte Bezdeka und erntete dafür großen Beifall, der nur durch einen Pfiff unterbrochen wurde.
Verkehrszuwachs
Zum Lkw-Verkehr informierte der Prokurist, dass momentan rund 25 Lkw anliefern und abholen. Im ersten Bauabschnitt werde sich der Verkehr wohl verdoppeln und mit Vollendung des zweiten Bauabschnittes geschätzte 75 Fahrzeuge pro Tag betragen, sagte Bezdeka.
Nicht glauben wollte das Hans-Peter Fuchs. Er geht davon aus, dass es dann wohl 100 Lkw werden. Der Geschäftsmann hat seine Metzgerei neben dem geplanten Hochregallager.
Mit dem zweiten Bauabschnitt plant die Firma auch Lkw-Stellplätze auf dem eigenen Gelände, auf denen die Fahrer bei Bedarf übernachten können. Parkstreifen an der Kreisstraße nach Fischbach hatte das Landratsamt aus Gründen der Verkehrssicherheit versagt.