Epidemische Infektionserkrankungen sind in der Ökologie des Lebens verankert. Davon ist der Berliner Philosoph und Kulturwissenschaftler Dr. Hajo Eickhoff überzeugt. Er hat den Zusammenhang zwischen Pandemie, Ökologie und Globalisierung untersucht. Seine Ergebnisse stellt er auf Einladung der Hochschule als Digitalvortrag in Coburg vor.

Was ist daraus zu lernen?

Warum konnte sich das Coronavirus Sars-CoV-2 so konsequent über den Globus verbreitet? Wie hängt Sars-Cov-2 mit der Lebensweise der modernen Gesellschaften zusammen? Was können die Menschen jenseits von Impfschutz und Distanzregeln aus der Pandemie lernen?

Eickhoff, Jahrgang 1946, hat zu Ethik, Kulturgeschichte und Gesundheitsphilosophie zahlreiche Veröffentlichungen verfasst. Über Corona sagt der Berliner Philosoph: "Unsere Lebensweisen vor der Krise waren nicht alternativlos." Er betrachtet die Menschheitsgeschichte im Spiegel der Infektionskrankheiten und stellt fest: "Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt derzeit zusammengedrängt in Städten. Noch nie waren sich die fast acht Milliarden Menschen und unzählige andere Lebewesen auf der Erde so nah wie heute. Erreger sind heute genauso schnell unterwegs wie hochmobil Reisende." Deshalb seien auch alle Menschen in Verantwortung für die Ausbreitung des Virus.

Der Coburger Wissenschaftsforscher Professor Christian Holtorf hat Eickhoff eingeladen, seine Thesen am Donnerstag, 9. Dezember, von 13.15 bis 14.45 Uhr in einem Digitalvortrag in Coburg vorzustellen. Holtorf möchte darüber mit seinen Studierenden und allen Interessierten diskutieren. Die Teilnahme ist über Zoom möglich. Der Link findet sich am Veranstaltungstag auch unter www.hs-coburg.de/veranstaltungen.html. red