Die Ehrung verdienter Mitglieder stand im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier des THW Kulmbach.

Ortsbeauftragter Christian Reinlein merkte in seinem Jahresbericht an, dass der Klimawandel mit seinen deutlichen Signalen auch den Katastrophenschutz vor große Aufgaben stellen werde. So sei künftig mit lokal begrenzten Starkniederschlägen, hohen Temperaturen im Sommer, anhaltender Trockenheit, Stürmen und starken Schneefällen zu rechnen.

Aber nicht nur das Klima ändere sich, auch die politischen Rahmenbedingungen befänden sich im Wandel. Das angespannte politische Weltklima veranlasse Organisationen wie das THW, "sich wieder mit Themen zu befassen, die nahezu in Vergessenheit geraten sind". Der Fokus verschiebe sich von der klassischen Bergungsgruppe hin zu speziellen Fähigkeiten. Reinlein nannte die Notversorgung von kritischen Infrastrukturen, den Aufbau eines Feldlagers oder die Bevorratung und Logistik.

Der Technische Zug um Zugführer Andreas Hock ist laut Reinlein von den Umstrukturierungen besonders betroffen. Mit 73 Einsatzbefähigten seien 4620 Stunden bei rund 130 Einsätzen geleistet worden. "Auch das Schneechaos im Januar in Südbayern forderte das THW."

Desweiteren seien die ehrenamtlichen Helfer beim Waldbrand in Römersreuth, den Großfeuern in Katschenreuth und Menchau sowie beim Erdrutsch in Kauernburg gefordert gewesen.

"Die Jugendarbeit besitzt weiterhin Priorität", fuhr der Ortsbeauftragte fort. Die Jugendgruppe um Jacqueline Baumüller und Lukas Theuer zeige weiterhin große Stabilität. "Zusammen mit der Minigruppe wurden 2019 rund 3250 Stunden in der Jugendarbeit geleistet."

Die Ehrungen nahm THW-Regionalstellenleiter Rüdiger Maetzig vor. Für ihre Treue und ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Allgemeinheit wurden Oliver Höhn und Florian Schneider mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz geehrt.

Siegfried Escher und Ronald Baumüller, zwei Urgesteine und Eckpfeiler des THW Kulmbach, wurden für 50 Jahre im Dienst der Humanität geehrt. Für ihre Verdienste erhielten sie eine Ehrenurkunde. Landrat Klaus-Peter Söllner, der OB Henry Schramm, Erwin Burger sowie alle befreundeten Hilfsorganisationen in sein Grußwort mit einschloss, bedankte sich beim THW für die großartige Leistung und Unterstützung. Der Leiter der Polizeiinspektion Kulmbach, Peter Hübner, schloss sich auch namens seines Stadtsteinacher Kollegen Georg Löffler den lobenden Worten an.

Kreisbrandrat Stefan Härtlein bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit bei Bränden. Ronald Baumüller