Szenen eines Leidenswegs
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Dechsendorf, Dienstag, 18. April 2017
Mit großem Engagement wird alljährlich in der Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau" in Dechsendorf die Kirchenkrippe aufgebaut. Das Besondere daran ist, dass die ...
Mit großem Engagement wird alljährlich in der Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau" in Dechsendorf die Kirchenkrippe aufgebaut. Das Besondere daran ist, dass die Krippe nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch in der Passionszeit die Beobachter in ihren Bann schlägt. Bemerkenswert an der Krippe im fränkischen Stil sind die Gebäude, die Dechsendorfer Häusern nachgebildet wurden.
Der Grundstock für die Krippe wurde im Sommer 1989 gelegt, als Erwin Nitsche (Mesner von 1986 bis 2000) und Georg Zahnleitner bei den Bamberger Krippenfreunden den über 300 Jahre alten Gasthof Mayd, die Scheune, das benachbarte Bauernhaus mitsamt dem Backofen in verkleinertem Maßstab nachgebaut haben.
Einen weiteren wichtigen Heimatbezug stellten die Frauen vom Heimat- und Verkehrsverein her. Sie kleideten die Figuren in der Dechsendorfer Tracht ein. Richtig viel Arbeit macht natürlich das Aufstellen der Gebäude und der Figuren. Von 2000 bis 2006 betreute Krippenbaumeister Werner Heilmann mit verschiedenen Pfarreimitgliedern die Kirchenkrippe. Seit 2006 wird er beim Aufstellen der Krippe von dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Gerhard Kindler unterstützt.
Die Krippe ist nicht "nur" Weihnachtskrippe, mit den Szenen Herbergssuche, Geburt Jesu, Ankunft der Heiligen Drei Könige und die Flucht nach Ägypten liegt ein Schwerpunkt in der Adventszeit.
Ein weiteres Augenmerk wird auf die Karwoche und Ostern gelegt. Hier werden die Szenen Einzug Jesu nach Jerusalem (Palmsonntag), Kreuzigung und Auferstehung mit den Frauen am Grab in die Kulisse mit Dechsendorfer Gebäuden eingearbeitet.
Mit Ostern endet die Krippensaison, die Gebäude und Figuren werden abgebaut und gut verwahrt, bis sie im Advent erneut die Kirchenbesucher an die Geschehnisse im Heiligen Land erinnern.
Manfred Welker