Susanne Grebner tritt wieder an
Autor: Maria Löffler
Wilhelmsthal, Freitag, 10. Januar 2020
"In Steinberg nennt man mich die ,Macherin', und das ist eines der größten Komplimente, das ich mir denken kann", sagte Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) aus Wilhelmsthal. Sie will auch für die nä...
"In Steinberg nennt man mich die ,Macherin', und das ist eines der größten Komplimente, das ich mir denken kann", sagte Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) aus Wilhelmsthal. Sie will auch für die nächsten sechs Jahre die Geschicke der Gemeinde leiten und wurde bei der Nominierungsversammlung im Sportheim einstimmig als Kandidatin bestätigt. Sollte überraschenderweise nicht doch noch ein Gegenkandidat auftauchen, so dürfte ihr Wahlsieg wohl gesichert sein. Nominiert wurden aber auch die Kandidaten für den Gemeinderat. Hier gab es eine gemeinsame Liste der SPD und der Freien Bürger Wilhelmsthal.
Grebner spricht von einem "harten Kampf", den sie vor sechs Jahren geführt habe. "Mir war bewusst, es muss sich dringend etwas in der Gemeinde ändern, so kann es nicht weitergehen." Angetreten sei sie schon damals mit einer guten Mannschaft, "aber ich hatte überhaupt keine Ahnung, auf was ich mich da einlasse und ob ich dem auch gewachsen sein werde. Was auf einen zukommt, weiß man schließlich erst, wenn es so weit ist." Heute wisse sie, auf was es ankomme, und sie stehe zu 100 Prozent hinter ihrem Amt. "Manchmal frage ich mich, warum ich vorher überhaupt etwas anderes gemacht habe."
In ihrer Rede bezog sie sich aber auch auf die geleistete Arbeit und meinte, die könne sich sehen lassen. Sie erwähnte rund 13 Millionen Euro, die investiert worden seien, und sprach auch die Förderungen in Höhe von 5,3 Millionen an. "Wir haben den Bauhof-Fuhrpark erneuert, vier Feuerwehrautos angeschafft, drei Straßenvollausbauten durchgezogen, die Turnhalle in Wilhelmsthal generalsaniert und in den Kanalbau investiert", fasste sie die Ausgaben zusammen. Zum Thema machte sie aber auch den Schuldenstand der Gemeinde: "2014 waren wir mit etwa 4,5 Millionen Euro verschuldet. 2019 waren es dann nur noch 2,05 Millionen Euro." Sie räumte aber auch ein, dass die bezogene Stabilisierungshilfe von rund drei Millionen Euro ihren Teil zur Schuldenreduzierung beigetragen habe.
Ihre Ziele steckte Susanne Grebner auch gleich ab. "Wir planen die Dorferneuerung in Effelter, drei Gemeinschaftshäuser, nämlich in Effelter, Hesselbach und Wilhelmsthal. Dann muss ein Feuerwehrauto für Roßlach angeschafft werden. Auch ein Altenpflegeheim oder eine Tagesstätte wären eine enorme Bereicherung für Wilhelmsthal", zählte sie auf. Abgerissen werden solle die alte Fabrikbrache in Gifting und ein Haus in Steinberg. Und so soll es auf der Agenda weitergehen: Vollausbau der Bühlstraße und der Straße "Am Plan" in Hesselbach sowie Hesselbachstraße Wilhelmsthal. In Steinberg soll dann endlich auch ein Steg errichtet werden.
"Ich denke, ich habe gute Arbeit geleistet und Einheit und Frieden in die Gemeinde gebracht", blickte sie noch einmal auf die vergangenen sechs Jahre zurück. "Wir arbeiten jetzt miteinander und nicht mehr gegeneinander - und zwar über alle Parteigrenzen hinweg. Wir erzielen so bei 95 Prozent aller Beschlüsse ein einhelliges Ergebnis. Darauf bin ich stolz. Und ich verspreche auch, dass unser Wahlkampf nicht unter der Gürtellinie stattfinden wird." ml