Im Erlanger Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) hat der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn am Dienstagabend den ermittelten Nutzen-Kosten-Indikator (NKI) für die sogenannte Büchenbacher Spange...
Im Erlanger Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) hat der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn am Dienstagabend den ermittelten Nutzen-Kosten-Indikator (NKI) für die sogenannte Büchenbacher Spange vorgestellt. Mit einem Ergebnis von +0,73 ist die Streckenführung mit zwei Ästen im Erlanger Westen nicht förderfähig, heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Erlanger Stadtrat hatte am 11. April beschlossen, dass der NKI für die sogenannte Büchenbacher Spange seitens des Zweckverbands berechnet werden soll. Diese Variante sieht einen Linienverlauf der Stadt-Umland-Bahn (Stub) mit zwei Ästen im Westen Erlangens vor: Von Erlangen kommend würde die Straßenbahn die Regnitz im Bereich "Büchenbacher Damm" auf einer eigenen Brücke queren. Danach würde ein Ast über Büchenbach nach Herzogenaurach führen. Der zweite würde als direkte Verbindung nach Herzogenaurach fahren.
Grenzwert weit verfehlt
"Die uns vorliegenden Vorschläge zur Büchenbacher Spange hatten wir im Rahmen des formalisierten Auswahlverfahrens, ebenso wie alle anderen eingereichten Ideen, geprüft. Aufgrund des schlechten Abschneidens im Vergleich zur ursprünglichen Planungsgrundlage haben wir die Büchenbacher Spange damals nicht weiterverfolgt", erläuterte Florian Gräf, Technischer Leiter des Zweckverbands.
Da von verschiedenen Seiten um eine Ermittlung des NKI für die Büchenbacher Spange gebeten wurde und es sich bei der Regnitzquerung um einen sensiblen Bereich der Streckenführung handelt, wurde der Zweckverband vom Stadtrat beauftragt, dennoch eine Berechnung vorzunehmen. Das Ergebnis ist eindeutig: Mit einem Nutzen-Kosten-Indikator von +0,73 ist die Büchenbacher Spange nicht förderfähig.
Um Fördermittel von Bund und Land zu erhalten, muss der NKI über +1,0 liegen. "Die Büchenbacher Spange schneidet zwar laut Gutachten besser als die Variante über den Büchenbacher Damm ohne zweiten Ast ab, hier liegt der NKI bei +0,68, dennoch wird der Grenzwert noch weit verfehlt", erklärte Gräf.